Fünf von sechs Gründen

Ein Gespräch mit dem Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz und dem Unternehmer Peter Dussmann über die Dienstleistungshauptstadt Berlin, bürgerschaftliches Engagement und den Standortfaktor Kultur

Theater heute - Logo

Theater heute Zu einem Gespräch über Kultur und Standort und den Kulturstandort Berlin sitzen hier am Tisch André Schmitz, Kulturstaatssekretär in Berlin, und Peter Dussmann. Sie, Herr Dussmann, sind ein sehr erfolgreicher internationaler Unternehmer. Ihre Gruppe hat 2006 1.308 Millionen Umsatz gemacht, überwiegend mit Gebäudemanagement, mit einer Rendite von gut 6 Prozent vor Steuern.

Wir sitzen hier in Ihrer Hauptverwaltung in Berlin Mitte in einem von Ihnen sanierten Gebäude, dessen untere vier Etagen das Kulturkaufhaus Dussmann beherbergt, auf den drei Etagen darüber arbeiten 400 Mitarbeiter. Allein das Kulturkaufhaus erwirtschaftet einen Umsatz von 33 Millionen Euro. Das ist weit mehr, als ein mittleres Stadttheater pro Jahr benötigt, um das Ganze mal in unsere Dimensionen umzurechnen.

André Schmitz (lacht) Das deutsche Stadttheater als Währungseinheit!
 

TH Für die Staatsoper reicht es nicht ganz. Herr Dussmann, wir wollen Ihnen einen kleinen Rollentausch vorschlagen. Wenn Sie Kultursenator in dieser Stadt wären – was André Schmitz nicht auf dem Papier, aber de facto ist –, mit den bestehenden Gestaltungsmöglichkeiten: Was würden Sie ändern?

Peter Dussmann Aus dem hohlen Bauch ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Jahrbuch 2007
Rubrik: Geist, Geld und Gagen, Seite 36
von

Vergriffen
Weitere Beiträge
Krieg ohne Großes und Ganzes

Mein Bruder Tom» ist ein Stück, das verschiedene Perspektiven rund um diesen Bruder beschreibt, der einen der vielen Kriege, um die es gehen könnte, nicht überlebt hat. Keines der disparaten «Paare» Ellen und Gloria, Sophie und Robert, Tom und Sky, Laif und Helena scheint mit sich selbst oder dem jeweils anderen besonders viel zu tun zu haben. Was sie im Leben...

Die Inszenierung des Jahres

Dimiter Gotscheffs «Perser»-Inszenierung hat es niemand leicht gemacht: Fast wäre sie im Deutschen Theater gar nicht herausgekommen, und auch bei der Auswahl des Theatertreffens mochte sich die Jury nicht zu einer Nominierung durchringen. Unsere Kritikerumfrage hält dagegen und wählt das Drama des Untergangs einer Großmacht zur Inszenierung des Jahres!

Christine...

Im Backrohr brutzelt eine Metapher

Was war eigentlich die letzte Komödie in deutscher Sprache, waren das Schwabs «Präsidentinnen» oder war das Taboris «Mein Kampf»? Und warum noch mal sind Komödien im E-Theater nicht gerne gesehen?
 

Auch Martin Heckmanns neues Stück «Ein Teil der Gans» – im Oktober wird es in den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin uraufgeführt – ist keine Komödie. Aber es...