Auf dem Performance-Sprungbrett

Die Prager Quadriennale für Bühnenbild erweitert ihr Spektrum

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Der Betonriegel im Stadtteil Holesovice sieht aus wie das Verwaltungsgebäude eines sozialistischen Energiekombinats. Wo ist denn die Nationalgalerie? Sie stehen davor! Hier ist jetzt die Prager Quadriennale eingezogen, elf Tage lang ab Mitte Juni Hauptquartier für die 61 Länderpavillons. Der unweit gelegene Jugendstil-Industriepalast, über Jahrzehnte das markenzeichenartige Ausstellungszentrum der PQ, ist vor drei Jahren abgebrannt, inzwischen aber wiederhergestellt.

Zu neuen Ufern

Dennoch war das für die neue künstlerische Direktorin Sodja Lotker ein wohl nicht unwillkommener Anlass, für die weltweit einzigartige Ausstellung nach anderen Räumen und einer neuen Bestimmung zu suchen – und dies dann gleich auch zum Thema zu machen. Vom Bühnenbild, der szenografischen Gestaltung insgesamt, wie es einmal der Ursprungsgedanke für diese 1967 gegründete Schau war, hin zur Erweiterung mit dem Begriff Performance und der Erkundung von unkonventionellen Räumen für alles, was heute als Performance gilt. Folglich gibt es auch eine eigene Architekturabteilung und natürlich die Bespielung der Stadt Prag als Geste, dass die Quadriennale nun die dokumentierte und immer schon auch plastisch ...

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Theater heute August/September 2011
Rubrik: Theater und Bildende Kunst, Seite 15
von Thomas Irmer

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