Deutsche im Niemandsland

Dejan Dukovskis «Say yes to (lost Germans)»

Theater heute - Logo

Dies ist eine wahre Geschichte. 1947 erholt sich Jugoslawien gerade wieder einmal von den Folgen eines fürchterlichen Kriegs. Ganze Land­striche liegen entvölkert. Nicht genug, dass einheimische Partisanen Hitlers Übermacht erbitterten Widerstand geleistet hatten, auch gegeneinander waren die Partisanenheere in den Krieg gezogen. Mit schrecklichen Verlusten. Weitab von den Metropolen, in der mazedonischen Bergeinsamkeit, wird die große Stille nun von Baufahrzeugen unterbrochen.

Irgendjemand lässt in großem Stil schweres Gerät in die entlegene Einöde hinauf und hier in wenige, stillgelegte Bergwerksschächte hinunter bringen. Die schiere Masse lässt vermuten, dass die Anordnung dazu von ganz oben kommen muss. Und nur ein paar Bergbauern, die noch in der Nähe leben, fragen sich, was hier gefördert werden soll. Der Bergbau ist bereits Jahrhunderte zuvor beendet worden. Die Minen toter als die Pharaonengräber. Die Antwort sollen diese Bauern nie erfahren.

Auf obskuren Wegen scheint Titos Secret Service beim Zusammenbruch des Nazireichs in den Besitz von Unterlagen aus dem deutschen Reichssicherheitshauptamt gelangt zu sein, welche eindeutig belegten, dass die Deutschen in den Bergen ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Jahrbuch 2010
Rubrik: Die neuen Stücke der Spielzeit, Seite 174
von Andreas Erdmann

Vergriffen
Weitere Beiträge
Theater, das wir verdienen

1. Teil  Spurensuche


Früher begann der Tag mit einer Schusswunde. Im Juni 1967 reist Ernst Wendt für «Theater heute» zur Experimenta nach Frankfurt am Main. Hier sein Bericht aus Heft 7/67:
«Der Schuß, der den Studenten Benno Ohnesorg in den Hinterkopf traf, fiel während der ersten Stunde der Experimenta II, das Stock­holmer Scala-Theater zeigte im Theater am Turm...

Dass es so weitergeht

Die Ausgangssituation des Stückes «Tod und Auferstehung der Welt meiner Eltern in mir» von Nis-Momme Stockmann wird vom Autor charakterisiert durch eine Farbe, die eigentlich eine Nicht-Farbe ist: grau. Grau wie ein Gesicht, aus dem die Farben schwinden, grau wie die graue Maus, die ein Sinnbild für die Unscheinbarkeit ist, oder wie die graue Eminenz, der etwas...

Der Künstler als Goldwäscher

Es ist noch nicht so lange her, da ging man in diesem Outfit eher auf ein Brian-Adams-Konzert. In Karohemd und enger Jeans. Auf Du-und-Du mit dem ehrlichen Rocker. «In the Summer of ’69» (anno 1984). Und jetzt ist das das Outfit für die Volksbühne, für Fabian Hinrichs zumindest. Noch ein Handshake im Saal mit Christoph Schlingensief vor der Premiere, ein Hallo zum...