Gegenkritik

Sebastian Baumgarten über Krankheit, Gesellschaft und die Rezeption seines «Requiems» an der Komischen Oper Berlin

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spekulation.

kann man einen zusammenhang erkennen zwischen der erschreckenden zunahme der krankheit krebs und der gesellschaft, in der sie derartig zunimmt? krebs hat ja als überproduktion von zellen zumindest strukturell gemeinsamkeiten mit bestimmten ökonomischen erscheinungen im kapitalismus.



oder hat diese krankheit etwas mit der deckelung bestimmter triebe/energien des körpers zu tun, die in rigiden, weil ausschließlich auf ökonomische oder ideologische aspekte orientierten gesellschaftsformen und ihrer moral nicht mehr ausgelebt werden können? stimmt also die polemisch auf das soziale orientierte interpretation dieser krankheit in petras texten?

seit ein paar tagen leiden die sogenannten volkswirtschaften an einem börsencrash. seltsam, dachte ich, der krebs ist ein zuviel von sich selbst, der körper frisst sich selbst auf. ich dachte an lynchs «elephant man», dessen anomalie auch ein zuviel an kopf ist, nicht ein zuwenig, verortet in einer welt einer noch erkennbaren industrialisierung.

verluste.
es fehlt offenbar einigen zuschauern die anteilnahme, verursacht durch die distanz, welche die spielweise mit sich bringt. es fehlt offenbar einigen zuschauern an trost, den die ...

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Theater heute November 2008
Rubrik: Magazin, Seite 63
von Sebastian Baumgarten

Vergriffen
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