Berühmte letzte Worte

Das Festival «Theaterformen», dieses Jahr unter neuer Leitung in Hannover, weiß noch nicht ganz genau, wohin es will

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Da sitzt er nun, der Präsident, an seinem Schreibtisch vor einer Tapete mit dem Staatswappen, und spricht zu seinem Volk. Es ist eine dieser Reden, die sich tief ins kollektive Gedächtnis eingebrannt haben: «Liebe Freunde, dies wird mit Sicherheit das letzte Mal sein, dass ich mich an Euch wende.» Die Geschichte von Salvador Allende ist bekannt, doch am Filmset, das Regisseur Marco Layera vom Theatro La Re-sentida mit Kamera und Scheinwerfern auf der Bühne des Schauspielhauses aufgebaut hat, nimmt der scheinbar unaufhaltsame Gang der Dinge eine überraschende Wendung.

So gehe das nicht, schreit die Beleuchterin von der Seite, «das ist viel zu defensiv». Es klänge so, als ob Allende seinen Untergang geradezu herauf­beschwöre und den seit Wochen absehbaren Militärputsch bewusst einer anderen Lösung vorziehe.

«Fantasie für morgen» ist kein Doku-Drama, man muss auch kein Kenner von Chiles Vergangenheit sein, um zu verstehen, was dort auf der Bühne passiert. Ein Präsident stellt seine sozialistischen Ideale über das Wohl seines Landes, ja über das Volk. Die Filmcrew verwandelt sich im Laufe des Abends in die politischen Berater von Chiles letztem demokratischen Präsidenten. Und der ...

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Theater heute Oktober 2015
Rubrik: Aufführungen/Festivals, Seite 38
von Alexander Kohlmann

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Ich treffe ihn am Morgen des 1....

≈ [ungefähr gleich]

Personen

Mani (Mann, etwa 35 Jahre alt)
Casparus Van Houten (alter Mann)
Andrej (Mann, etwa 25 Jahre alt)
Peter (Mann in den 30ern)
Angestellte beim Getränkemarkt (Frau in den 50ern)
Silvana (Frau in den 60ern, Andrejs Mutter)
Ivan (13-jähriger Junge, Andrejs kleiner Bruder)
Jobcenterfrau (Ältere Frau)
Jobcentermann (Älterer Mann)
Bewerbung (1 Blatt Papier)
Die...