Etwas fehlt

Volker Schmidts «Die Mountainbiker»

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Das Stück endet in der Katastrophe: Der Vater stirbt, die Ehefrau wird wegen Missbrauchs eines Minderjährigen verurteilt, weitere Beziehungen sind zerstört oder ihr Aufkommen wird im Keim erstickt. Oder es schließt mit Happy End: Denn der angeblich missbrauchte Junge und die Tochter beginnen eine Beziehung – die die Fehler der Eltern vielleicht vermeidet .

Bemerkenswert an dem bösartigen und gleichzeitig faszinierenden Text des jungen österreichischen Schauspielers und Regisseurs Volker Schmidt ist, wie lakonisch er beginnt und wie dann Unglaubliches für den Leser immer glaubhafter wird, so dass man am Ende bereit ist, beides, Katastrophe wie Happy End, zu akzeptieren. 
 

Fein werden die Abgründe der Figuren aufgedeckt, fein scheinen sie anfangs in harmlosen Dialogen hervor und nehmen erst langsam Gestalt an. Ausgangspunkt ist ein Ereignis in der Vergangenheit, das an «Wenn die Gondeln Trauer tragen» erinnert: Der gutbürgerlichen Familie ist der Sohn ertrunken – eine offen gelassene Gartentür, ein Moment der Unachtsamkeit, ein Unfall, ein Versehen sind die Ursache. Der Vorfall liegt acht Jahre zurück. Für das Kommende bildet er nur die Folie. Denn, wie gesagt: Eigentlich beginnt ...

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Theater heute Jahrbuch 2007
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 173
von Peter Spuhler

Vergriffen
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