Alles super oder was
Das Sommerloch im Theater – die Spielzeitpause ohne Aufführungen – hat längst ausgedient. Wo andernorts Freilichttheater mit publikumswirksam aufbereiteten Klassikern drohen, durften sich die Kölner allerdings zum zweiten Mal ins Ferienlager begeben, um Uraufführungen von jungen Gegenwartsautoren zu entdecken. Einen wunderbaren Blick über die Stadt gab es auf dem Dachgarten des Crowne Plaza Hotels (soweit das Wetter mitspielte) noch gratis dazu.
In den drei Wochen «Ferienlager ’05» waren unter anderem Gastspiele aus München und Berlin geboten, ein Poetry Jockey, eine szenische Lesung, eine Partyreihe, vor allem aber: «Ein Haus in Köln» von David Gieselmann sowie ein Stück von Nora Mansmann. Ein kurios gemischtes Publikum fand sich ein, Schauspielschüler, Studenten, Anzugträger.
Der Veranstalter Drama Köln e.V. bezeichnet sich ganz selbstbewusst als Verein zur spartenübergreifenden Förderung von Theater, Film, Fernsehen, Hörspiel und Literatur. Wer seine Unternehmung so nennt, muss Großes vorhaben – und ein gesundes Selbstbewusstsein. «Alternative kulturelle Impulse» will das lose Ensemble um die Vorstände Malte Jelden und Oliver Krietsch-Mazura geben, Gegenwartsthemen und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Der Rhythmus stimmt in diesem Film. Der Sound auch und die Richtung sowieso: Existenzfragen und sozialer wie mentaler Überlebenskampf sind nun mal die Themen dieser Tage (keine Ironie!). Was Gorkis naturalistisches «Nachtasyl» natürlich nicht zum Nachbarschaftsdrama macht, und der Filmregisseur und Drehbuchautor Hardi Sturm, der den Stoff in deutsch-französischer...
Wenn im Juli und August die Temperaturen in für englische Verhältnisse abenteuerliche Höhen steigen, gönnen sich viele erschöpfte Theatermacher die wohlverdiente Sommerpause. Für Kneehigh Theatre aus Cornwall beginnt dann gerade eine seiner intensivsten Arbeitsphasen. Denn zu welcher Zeit stünden die Chancen günstiger, dem englischen Regen zu entkommen, wenn man...
Clifford Odets taucht in Schauspielführern nur als Fußnote auf, und sein größter persönlicher Erfolg war wahrscheinlich, dass er vom Femegericht McCarthys frei gesprochen wurde, obwohl er vor dem Zweiten Weltkrieg eindeutig Sympathisant der amerikanischen Kommunistischen Partei gewesen war. Zu dieser Zeit hatte er in New York eine Off-Bühne namens «Group Theatre»...
