Grenzen (auf) der Bühne
Sie kommen aus dem Norden. Die Grenze ist löchrig, und Schlepperbanden besorgen den Rest: zu Fuß, über das Land, herunter vom Hochplateau, aus den angrenzenden Nachbarländern Zimbabwe, Mosambik, Angola, aus Zentralafrika, dem Kongo, aber auch aus dem Nordwesten, Senegal, Elfenbeinküste.
Sie kommen aus dem Süden. Zu Fuß, durch die Wüste, überqueren Landesgrenzen des Kontinents, aus Nord-, Ost- und Zentralafrika, Eritrea, Somalia, dem Sudan – ein lukratives Geschäft für die Schlepperbanden.
Denn sie müssen weiter über das Wasser, das Meer der Toten, heutzutage die gefährlichste Route der Welt.
Das Ziel derer aus dem Norden ist Südafrika. Sie leben in den Townships, deren Armut, Gewalt und Kriminalität. Dort nennt man sie «Aliens». Sie sind die untersten in der menschenverachtenden Hierarchie, arbeiten hart und schicken das wenige Geld ihren zurückgebliebenen Familien. Sie werden gehasst, geschlagen und getreten.
Das Ziel derer aus dem Süden ist Europa. «Asylanten» – klingt wie «Aliens», Schimpfworte. Manchmal dürfen sie weiterziehen, kommen von Auffanglagern in Flüchtlingsheime, sie werden eingepfercht, ausgegrenzt, malträtiert und beschimpft.
Südafrika und Europa: ein Land und ein ...
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Theater heute Februar 2015
Rubrik: Theater ohne Grenzen, Seite 26
von Julius Heinicke
Wir wissen, dass es schiefgehen musste. Eurydike war und blieb tot, da konnte Orpheus noch so singen. Die mythologische Figur ist bei Elfriede Jelinek «nur» eine Schattenfrau, die man sich als Gattin eines Popstars vorstellen kann. Kommt sie auf den abwesenden Mann zu sprechen, kann sie schön spitz werden und so gar keinen Wert darauf legen, vom Göttergatten aus...
Aachen, Theater
27. Loher, Gaunerstück
R. Paul-Georg Dittrich
28. Trier, Manderlay
R. Jan Langenheim
Aalen, Theater der Stadt
10. Dürrenmatt, Der Besuch
der alten Dame
R. Tonio Kleinknecht
Altenburg/Gera, TPT
21. Keyserlingk,
Geschichten gegen die Angst
R. Tristan Vogt
Augsburg,
Sensemble Theater
5. Seidel, Schwarze Liste
R. Gianna Formicone, Nora Schüssler,
Sebastian Seidel
A...
Dieser Peer ist ein Prachtkerl. Einer, für den die Mädels alles stehen lassen und den seine Mutter insgeheim vergöttert, obwohl sie ihn ständig ausschimpft. Ein Rumtreiber und Prahler, dem man trotzdem kaum übelnehmen kann, dass er sich mit dem oder der ersten Besten nicht zufrieden geben mag, wo ihm doch auf märchenhafte Weise alle zu Füßen zu liegen scheinen.
Wie...
