Bein oder Kette?
Thanksgiving ist das wichtigste Fest im amerikanischen Jahreskreis. Zu Weihnachten gibt es bessere Geschäfte, und am 4. Juli wird das ganze Land feierlich und patriotisch, aber an Thanksgiving versammelt sich die ganze (restliche) Familie und tut so, als wären alle noch Pioniere und der Truthahn nicht aus dem Gefrierfach bei Wal-Mart, sondern in den Wäldern von Virginia erlegt.
Thanksgiving ist ein Fest von so grotesker Erbaulichkeit, dass einem jungen Horror-Regisseur wie Eli Roth unweigerlich die Fantasien durchgehen.
Er verwandelt das Festmahl in eine Schlachtplatte, auf der eine Menschenleiche so verschnürt serviert wird, dass sie eine Zehntelsekunde lang wie ein Truthahn aussieht; gleich danach stürzt ein Mädchen mit gespreizten Beinen in ein phallisch aufragendes Messer. «Thanksgiving» ist (zum Glück?) ein Film, den es nicht gibt. Es gibt nur einen Trailer dazu, den Eli Roth für Quentin Tarantinos neuen Film «Death Proof» gestaltet hat. Dort jagt zuerst ein verrückter Stuntman im tiefen Texas frontal auf vier bekiffte Mädchen zu und verursacht mit seiner «todsicher» ausgebauten Stahlkarosse einen Verkehrsunfall, der als vierfacher Mord nicht beweisbar ist; später trifft ...
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Schlimmer geht’s nimmer: Debbie Tucker Green verschränkt in «Stoning Mary» drei Elendsgeschichten aus – vermutlich – Afrika: Ein Ehepaar streitet um das einzige Rezept gegen Aids; ein anderes Ehepaar bejammert seinen verlorenen Sohn, der als Kindersoldat kämpfen muss; eine junge Frau – Mary – soll für einen Mord gesteinigt werden und spricht vorher mit ihrer...
Hey, Professor, übernimm dich nicht, rief sie mir zuletzt am Telefon zu, ich brauch dich doch, und dann kicherte sie wie ein Backfisch, wie sie es so gerne tat; albern nannte sie mich Higgins und sich Eliza, als ob irgendjemand ihr noch irgendetwas hätte beibringen können. Wie immer dann rheinische Abschiedsgrüße: Mach et joot!
Nun also hat sie sich selber...
