Heidelberg 1968 oder Die Entdeckung der Jugend
Als wir im Sommer 1968 in unserem vollbepackten Citroën ID 19 über die Autobahn von Frankfurt nach Heidelberg fuhren, war ein stiller Jubel in Elisabeth und mir. «Jetzt fahren wir endlich zu uns», sagte Elisabeth lächelnd. Das Kind lag schlafend auf dem Rücksitz des Wagens, den wir für vierhundert Mark erstanden hatten, weswegen es auch eine seiner letzten Fahrten wurde. Ich hätte Elisabeth umarmt, hätte sie nicht den Wagen gelenkt, denn ich fuhr nicht Auto, was sich bis heute nicht geändert hat.
Ab jetzt gibt es keine noch so gut gemeinten mütterlichen Ratschläge mehr, keine väterlichen Ermahnungen! Neuland. Indien, Persien, Amerika, Guatemala, Heidelberg! Die Stadt der Nobelpreisträger. Universitätsstadt. Durch die Mitte der Stadt zieht ein Fluss. Der Philosophenweg, über den schon Hölderlin, Hegel, Novalis, kurz alle, die ich verehrte, gegangen waren. Viele Kneipen. Bizarre Bürger. Wilde Jugend, die die Postkartenfassade – der Blick aufs Schloss, die Rheinebene, der Neckar, der Odenwald – beständig mit aufrührerischen Thesen, Forderungen, Manifesten bekritzelte. Die Villen der schlagenden Verbindungen übersehe ich einfach.
Kurz entschlossen, in einer einzigen Nacht, hatte der ...
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Theater heute August/September 2011
Rubrik: Akteure, Seite 48
von Hans Neuenfels
Augsburg, Theater
Kasse: 08 21/324 49 00
25.9. Hensel, Welche Droge passt zu mir?
R. Fabian Alder
Basel, Theater
Kasse: 00 41/61/295 11 33
15.9. Kelly, Die Götter weinen (DE)
R. Elias Perrig
16.9. Shakespeare/Purcell, Hush, no more
R. Corinna von Rad
23.9. Ibsen, Ein Volksfeind
R. Simon Solberg
Berlin, Ballhaus Naunynstrasse
Tel.: 030/75 45 37 25
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Gerhard Preusser Herr Weise, Sie haben erklärt, für eine Verlängerung Ihres Vertrages als Generalintendant der Bonner Bühnen nach 2013 nicht mehr zur Verfügung zu stehen.
Klaus Weise In meiner Zeit als Generalintendant wurden vierzehn Millionen per annum weniger an Finanzierung ans Theater gegeben. Das bedeutet einen Verlust von 230 Mitarbeitern. Ich hätte nach...
Die freie Theaterszene hat kein Geld, aber bei ihrem größten Festival, den «Impulsen», kann man es sich richtig gut gehen lassen. Erdbeerbowle zur Eröffnung, Pakora und Papadam beim Inder um die Ecke mit God’s Entertainment, Wurstjause bei den Rabtaldirndln, Pangasius auf Spinat beim Bus-Marathon zu Stücken in Köln, Düsseldorf und Mülheim an der Ruhr – drei der...
