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Gerhild Steinbuch «Schlafengehn», Ensembleprojekt «Stadt Wald Welt/Heimliche Liebe»

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Als Karl Otto Mühls «Rheinpromenade», seinerzeit ein sehr erfolgreiches Stück, uraufgeführt wurde, waren weder Gerhild Steinbuch noch ihr Regisseur Roger Vontobel auf der Welt. Fast beruhigend ist es zu sehen, wie gewisse Sujets in veränderter Gestalt nach Jahrzehnten wieder auftauchen. «Rheinpromenade» erzählt von der Be­­ziehung zwischen einem Rentner und einer geistig leicht behinderten Küchenhilfe.

Die 1983 in der Steiermark geborene, schon jetzt vielbeach­tete Au­torin Gerhild Steinbuch stellt in den Mittelpunkt ihres Stücks «Schlafengehn» ebenfalls einen Rentner, den eine spröde Romanze mit einem sehr viel jüngeren Menschen verbindet: ei­nem jungen Mann namens Elm.
Wie in «Rheinpromenade» ist die Vor- oder Nebengeschichte der Romanze die einer zerfallenden Familie; dort waren es die sich moralisch echauf­fierenden Angehörigen des Rentners, Tochter und Schwiegersohn, hier sind es die Eltern von Elm, Hans und Anna, die das Ausbleiben ihres Sohnes verdauen müssen und darüber ihre eigene Beziehung gefährden. Hinzu kommt ein Mädchen namens Nele, das sich in Elm verliebt und ihm buchstäblich nach­steigt: Nele klettert auf einen Baum, um Elm durch das Küchenfens­ter von Milans ...

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Theater heute Juli 2006
Rubrik: Chronik, Seite 44
von Martin Krumbholz

Vergriffen
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