Hinreißende Anekdoten
The Homecoming: Wie ein Programm klingt der Stücktitel für Luc Bondys erste Inszenierung an seiner neuen künstlerischen Heimstatt, dem Pariser Odéon-Théâtre de l'Europe. Er versichert zwar, es handle sich um die pure Koinzidenz. «Alle interpretieren es jetzt so, aber ich wollte einfach Pinters Stück inszenieren.» Aber das Odéon war zu lang schon sein in aller Öffentlichkeit erträumtes Wunschtheater; zu sehr ist er ästhetisch der frühen Tradition des Hauses verpflichtet.
Im Odéon erlebte Bondy als Jugendlicher seine prägenden Theatermomente: Jean-Louis Barrault, der das Theater noch als «Théâtre de France» leitete und 1968 zum Zentrum der Studentenbewegung machte, Giorgio Strehler, der es in den achtziger Jahren zum «Europa-Theater» umwidmete.
Nun ist Luc Bondy – seine Einsetzung durch den damaligen Kulturminister Frédéric Mitterrand war auch von Misstönen begleitet (siehe TH 06/11) – selber im Odéon daheim, und tout Paris bereitete dem Schweizer einen großen Bahnhof. Michel Piccoli kam zur Premiere, Stéphane Eicher, Roman Polanski (das war klar, seine Frau Emmanuelle Seigner spielt mit), Yasmina Reza. Und wenn sie hier aufgezählt sind, dann nicht einfach als Namedropping: Denn ...
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Theater heute Dezember 2012
Rubrik: Aufführungen, Seite 20
von Andreas Klaeui:
Es war einmal ein Kind, das wollte endlich mal auch zu Wort kommen, d.h. es war eigentlich kein Kind, aber in Zeiten vor der großen Krise wurde so jemand Kind genannt. Man sagte ihm, es solle erst einmal wirklich zuhören lernen. «Kann ich doch!» entgegnete es seinen Eltern, die eigentlich nicht seine Eltern waren, sondern was anderes, aber die glaubten ihm ohnehin...
2./Sonntag
20.15, arte: Ein russischer Sommer
Spielfilm (2009) von Michael Hoffman, mit Helen Mirren, Christopher
Plummer, Anne-Marie Duff, James McAvoy u.a.
12./Mittwoch
22.25, 3sat: Der Knochenmann
Spielfilm (2009) von Wolf Haas, mit Josef Hader, Birgit Minichmayr,
Josef Bierbichler u.a., Regie Wolfgang Murnberger
13./Donnerstag
0.05, arte: Hotel Spielfilm (2004) von...
«Shakespeare. Spiele für Mörder, Opfer und Sonstige» nennt Dimiter Gotscheff seine neueste Inszenierung. Mörder und Opfer bei Shakespeare sind bekanntlich ein weites Feld – aber Sonstige? Mal sehen, hoffentlich nicht unter Sonstiges.
Wenn Thomas Schmauser auf der Bühne von 1 bis 52 zählt (derzeit an den Münchner Kammerspielen in «Gesäubert» von Sarah Kane),...
