«The Times They Are A-Changin’»
März 2005 Meine Ernennung zum neuen Intendanten für das Staatstheater Mainz. Die Losung heißt: «Auslastung ist nicht alles.» Wichtig sei die überregionale Strahlkraft. Das Theater soll der «Leuchtturm» des Landes sein.
Mai 2005 Der damalige Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur in Rheinland-Pfalz und Vorsitzende des Aufsichtsrates der Staatstheater Mainz GmbH sieht sich außerstande, eine Garantie des bereits vorhandenen, aber «gedeckelten» – das heißt gleichbleibenden bei gleichzeitig steigenden Lohn-Tarifen – Zuschusses in den neuen Intendanten-Vertrag zu schreiben: Es bleibt bei einer Absichtserklärung!
August 2006 Vertragsbeginn: Der Haushalt weist bei bestehenden Zuschüssen und durch den gedeckelten Etat ein zu erwartendes Defizit von 938.000 € durch Tarifsteigerungen auf. Dieses wird sich zusammengerechnet über die Spielzeiten 2006/2007 bis 2008/2009 auf gut 3,8 Millionen € ausweiten. Dass davon tatsächlich nur knapp über 700.000 € als Minusbetrag auf der Rechnung der Spielzeit 2008/2009 für Stadt und Land standen, ist einzig und allein der Selbstoptimierung und Selbstausbeutung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Staatstheaters zu verdanken.
...Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Jahrbuch 2013
Rubrik: Freiraum Theater!, Seite 36
von Matthias Fontheim
Die Theaterzeitschrift
im 54. Jahrgang
Gegründet von
Erhard Friedrich und Henning Rischbieter
Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
Redaktion
Eva Behrendt
Barbara Burckhardt
Franz Wille (V.i.S.d.P.)
Mitarbeit
Marion Schamuthe
Gestaltung
Christian Henjes
Designkonzept
Ludwig Wendt Art Direction
Redaktionsanschrift
Knesebeckstr. 59–61, 10719 Berlin,
Telefon 030/25...
Bei den Autorentheatertagen des Deutschen Theaters Berlin konnte man im Juni eine reizende Szene erleben. Eine Dramatikerin saß im Dienste der Publikumsansprache auf dem Podium und ließ sich von einem Dramaturgen Fragen zur Person stellen. Die Routinefrage, wie sie denn für ihr neues Stück recherchiert habe, kontert sie mit einem amüsierten: «Das ist ein...
Die Welt ist unübersichtlich geworden. Alles hängt mit allem zusammen. Und während mit der Vernetzung der Welt unsere Möglichkeiten theoretisch ins Unermessliche gewachsen sind, ist es gleichzeitig immer schwieriger geworden, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um an das zu gelangen, was man das «Gute Leben» nennen könnte. Oder wie es Amanda in «Die Welt mein...
