Die größte Ehre...
... ist in diesem Jahr eine letzte Ehrung: Mit 8 der 43 Stimmen, die dieses Jahr zu vergeben waren, wurde der vor einem Jahr überraschend verstorbene Bert Neumann posthum mit seiner Volksbühnen-Versiegelung, die wie ein Abschied wirkte, zum vierten Mal seit 2001 Bühnenbildner des Jahres. Der lange Abschied der Castorf-Volksbühne, die 2017 Chris Dercon übernehmen wird, ist insgesamt eine große Inszenierung.
6 Kritiker würdigen sie mit der Ernennung zum Theater des Jahres, gleichauf mit Shermin Langhoffs und Jens Hilljes völkerverbindender Arbeit am Berliner Maxim Gorki Theater. Die deutsche Hauptstadt führt dieses Jahr eine Hitparade der Vielfalt an, aber bloß nicht zu sicher fühlen: Mit je 4 Stimmen liegt das Schauspiel Basel nach dem Neustart von Andreas Beck in Habacht-Stellung, wie auch Kay Voges’ Multimedia-Hochburg, das Schauspiel Dortmund. Exemplarisch für das Programm des Gorki Theaters steht Yael Ronens vielsprachige Nahost-Versöhnung in Neukölln «The Situation», mit 5 Voten das Deutschsprachige Stück des Jahres, das auch zwei Mal als ausländisches Stück genannt wurde und Ferdinand Schmalz, Thomas Melle und Elfriede Jelinek mit je 4 Nennungen auf den zweiten Platz verweist. ...
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Theater heute Jahrbuch 2016
Rubrik: Die Auswertung, Seite 142
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