Prinzip männliches Handeln
Dieser Parzival ist ein Pumuckl. Nicht äußerlich, da sieht er eher aus wie Mogli aus dem Dschungelbuch, ein nacktes Jüngelchen mit windelartigem Schurz. Aber innerlich. Ein Lausbub von begrenztem Intellekt, dafür mit ausgeprägter Klabauterschläue. Ein sympathischer Egoist, der zwar von Gott redet als einem Baum, dessen Blatt er ist, für den in Wahrheit aber dieses Blatt der eigentliche Stamm ist. Dass Tiere und Menschen sterben, wenn man zu fest draufhaut, dass es Regeln gibt und vielleicht ja sogar so etwas wie Gut und Böse, das weiß er nicht, das will er auch nicht wissen.
Er ist das verwöhnte Einzelkind, dem gefälligst die ganze Welt gehören soll.
So also zieht er los, denn Ritter will er werden. Ohne Umwege, Ausbildung oder anderen Firlefanz. Am Hofe Artus erschlägt er erst einmal Ither und trägt fortan dessen Rüstung. Dann wird die Handlung etwas undurchsichtig, er rettet und verlässt die eine oder andere Frau, tötet den einen oder anderen Ritter, vergewaltigt hier und beantwortet dort die Frage am Eingang zum Gral nicht richtig – aber in diesem inszenatorischen Genuschel hätte man die richtige Lösung eh überhört.
Simon Werle, der verdienstvolle Übersetzer und Autor, hat den ...
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Man kann es nicht mehr hören, das alberne Geraune um die mögliche Beteiligung der amerikanischen Regierung an den Anschlägen vom 11. September. Dadurch, so geht das Mantra linker Verschwörungstheorie, habe sich die Bush-Administration ihre geostrategischen Weihnachtswünsche endlich erfüllen und über Afghanistan und den Irak zur lang gehegten Weltumarmungsstrategie...
Kann man Äpfel mit Birnen vergleichen? Natürlich kann man. In beiden Fällen handelt es sich um Früchte, die aus Schale, Fruchtfleisch und einem Gehäuse bestehen. Wie aber steht es um Nazi-Deutschland und die Vereinigten Staaten von Amerika nach den Anschlägen des 11. September? Ist auch hier eine sinnvolle Vergleichsbasis, ein tertium comparationis gegeben?
Talbot...
So was nennt man wohl «schwierige Kindheit»: Wenn sich der Papa im Wohnzimmer mit der Klage «Mein Sohn, mein Sohn, warum hast du mich verlassen?» per Selbsttötungsmaschine an ein Holzkreuz nageln lässt, dann hat der 16-jährige Sohnemann sicherlich das Anrecht auf einen heftigen Knacks. Und wenn das Töchterlein im verwesenden Leichnam der Mutter heranwachsen muss,...
