Raus aus der Kreativitätsfalle!
Eva Behrendt Sophie Rois, seit kurzem sind Sie neben ihrer Arbeit als Schauspielerin auch Filmproduzentin. Sie haben die Firma «Rois Pictures» gegründet, die im Moment noch als Verleih fungiert, aber künftig auch Filme produzieren soll. Wie kam’s?
Rois Der Spielfilm «Der Letzte macht das Licht aus» von Clemens Schönborn hatte keinen Verleih, ich wollte diesen Film aber unbedingt im Kino sehen – und war sicher, nicht nur ich.
Ich war hoch erfreut, wie leicht, unterhaltsam und durchaus nicht dämlich der Film aus dem Leben von drei arbeitslosen Handwerkern erzählt, und da dachte ich: Jetzt ist die Zeit gekommen, sich ins Unternehmertum zu stürzen, selber zu verleihen und bald auch zu produzieren.
EB Dafür haben Sie Ihren guten Namen zur Verfügung gestellt …
Rois … und wenn man dann auch noch selbst produziert, kann einem niemand mehr reinreden. Mit zunehmendem Alter habe ich auch immer weniger Lust, mir von anderen dreinquatschen zu lassen. Ich arbeite irrsinnig gerne mit anderen Leuten zusammen und würde jetzt keineswegs lauter One-Woman-Shows veranstalten wollen – aber ich möchte die Kontrolle über das eigene Produkt nicht unbedingt anderen überlassen.
EB Heißt das, Sie haben keine ...
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Im Moment verfolgt das Frankfurter Schauspiel unter anderem bundesrepublikanische Familiengeschichten, in denen en passant ökonomische Turbulenzen von den Wirtschaftwunderjahren bis hin zum Turbokapitalismus der New Economy verhandelt werden. Auf Jan Neumanns «Kredit» (siehe S. 40ff. in diesem Heft) folgt Kai Ivo Baulitz’ «Transporter», mit dem der 36-jährige...
Die Frage ist: Wie deutlich muss man werden? Seit Jahren läuft zwischen Theatermachern und -kritikern immer dasselbe Spiel: Die Regisseure inszenieren so drastisch wie möglich, die Rezensenten werfen ihnen Plattheit vor, und am Ende heißt es immer, man solle den Zuschauer doch nicht für dumm erklären, er würde das auch so verstehen.
Nun kann man sich auf den...
Der König erklimmt seinen Thron. Sein Thron ist ein wackeliger Matratzenstapel, eine Nummer zu groß und zu tückisch für einen wie Gunther (Ben Daniel Jöhnk), diesen Burgunderschlaffi. Als er im x-ten Anlauf endlich oben ist, hüpft er auf seiner Bettenburg herum wie ein verzogener Bengel. Bald wird er sich noch ganz anders lächerlich machen.
So viel zu König Gunther....
