Bayern München!
Aus der Theatervorstellung, die ich gestern besucht habe, bin ich aufs Seltsamste erfüllt von einem durch die Bewegungen und Nichtbewegungen, dem Sprechen und Nichtsprechen der Schauspieler in mich hineingepumpten Raumgefühl wieder hinausgewankt, so dass ich eben zum Beispiel erst gestern, nachdem ich einige Stunden mit diesem völlig neuen Raum- und Klanggefühl verworren ausweichend, neu getaktet in meinem U-Bahn-Schacht verschwunden bin, meine Gewichte in Gläsern, meine Gewichte in Füßen, behauptete, dass das Theater genau so, wie es ist, das ideale Theater sei.
Mein ideales Theater, sagte ich begeistert, als ich mit der U-Bahn vom Theater wegfuhr, ist einfach großartig, wenn es so großartig ist, wie gerade gestern, als ich auf Seltsamste erfüllt mit sich immer wieder neu in mir anordnenden Sätzen, die sich immer wieder neu aus der Theatervorstellung auffüllten, in die U-Bahn stieg. Schauspieler wurden zu Gedanken, die dort in ihrer entfernten Bühnenwelt eine völlig neue Schrift in unregelmäßigen Zügen, eine stundenlange Skulptur veränderte sich, machte Sinn, entzog sich wieder.
Was wir brauchen, sind große Inszenierungen auf großen, ja riesigen Bühnen, aufwändige Inszenierungen, ...
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Theater heute Jahrbuch 2014
Rubrik: Reale Utopien, Seite 172
von Felicia Zeller
Eine der beglückendsten Lektüren der letzten Jahre war für mich die von John Alec Bakers «The Peregrine» über ein Wanderfalkenpaar im Osten Englands. Baker, der die Falken drei Jahreszeiten lang beobachtete, beschreibt sie mit so leidenschaftlicher Genauigkeit, dass man das Gefühl hat, er identifiziert sich mit ihnen, verschmilzt mit ihnen und beginnt, die Welt von...
Die ukrainische Revolution und die russische Annektion der Krim haben erneut die Frage nach den Grenzen und Werten Europas gestellt.
Der Essayist und Schriftsteller Stephan Wackwitz, der seit 2011 das Goethe-Institut
in der georgischen Hauptstadt Tiflis leitet, erkundet sein Kiewer «Europagefühl» und erforscht politische Phantasmagorien des Ostens wie des Westens.
Die Theaterzeitschrift
im 55. Jahrgang
Gegründet von
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Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
Redaktion
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Barbara Burckhardt
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