Im Generationenkrieg
Die Dystopie hat die Bühne erobert – als Wiederauflage der Klassiker des Genres, aber auch als aktuelle Fantasie vieler Autor*innen. Zukunftsszenarien werden durchgespielt, deren Verheißungen zumeist dunkel sind. Z.B. wenn es darum geht, wie lange der Vorrat an Luft, Licht, Wasser und Nahrung denn noch reichen wird. Und für wie viele? Reden wir also über «Ressourcenjustierung». Jörn Klare hat dazu einen Plot entworfen: In einem nicht näher definierten Raum treffen drei Generationen einer Familie aufeinander.
Sie sind sich lange nicht begegnet, denn auch das impliziert die schöne neue Welt eines nicht näher bestimmten fernen Jahrzehnts in diesem Jahrtausend – die Trennung in bestimmte Alterszonen, damit sich keiner ins Gehege kommt. Nun aber müssen sie es für unbestimmte Zeit miteinander aushalten. Die Einladung, die einer unbedingt einzuhaltenden Aufforderung gleichkommt, gilt der Prüfung ihrer «Ressourcenwürdigkeit», was im Klartext heißt: Einer muss weg, damit für die anderen genug übrigbleibt.
Jörn Klares Zukunftsentwurf ist dort angesiedelt, wohin uns Klima-, Wirtschafts- und Systemprognosen schon lange hindenken: in eine Welt, in der alles knapp geworden ist.
Darin müssen ...
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Theater heute Jahrbuch 2018
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 169
von Beate Seidel
Im Winter 2014 lud die Basler Kulturbehörde zur Vorstellung des designierten Intendanten ins Kunstmuseum Basel. Es war ein halböffentlicher Anlass, gemünzt auf die leidenschaftlichsten Theatergänger und stadtbekannten Influencer. Es gab eigentlich auch gar kein Geheimnis mehr zu lüften, ein gewisser Andreas Beck aus Wien sollte das größte Dreispartenhaus der...
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Nein, er spricht nicht mit mir. Der Mann ist ein Sniper und liegt...
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