Netze und Töpfe
Besonders gut gefallen hat den 140 Teilnehmern der Jahrestagung der Dramaturgischen Gesellschaft in Erlangen das Bild von dem Haus, das ab und zu einmal gelüftet werden muss. Der Kulturmanager Roger Christmann aus Brüssel hatte es vor ihren geistigen Augen aufgebaut, als er darüber sprach, dass für Theaterleute nichts schlimmer sei, als sich in den eigenen vier Wänden zu verbunkern. Ein Haus aber, das nicht gelüftet wird, bei dem nicht immer wieder weit die Fenster und Türen aufgerissen werden, beginnt zu muffeln.
Ein Theater, das sich nur mit sich selber beschäftigt und den Blick nach draußen scheut, verpasst den Anschluss an die kulturelle Entwicklung in Europa, folgerte Christmann. Und die Dramaturgen, Theaterwissenschaftler, Autoren, Regisseure, Festivalmacher und Verlagsvertreter nickten; und es schien, als röchen sie alle verlegen ein wenig an ihrer Kleidung, ob sich da nicht schon der Mief der letzten Jahre festgesetzt hat, in denen sie allzu sehr nur mit sich selber beschäftigt waren.
Mehr Reisen!
Also hieß es: Aufbruch! Wie sonst hätte tatsächlich eine der zentralen Forderungen des dreitägigen Treffens lauten können: Mehr Reisemöglichkeiten für Dramaturgen! Und zwar ...
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Eines Tages, sagt er, habe er sich schlagartig verändert. Das muss wohl wahr sein, denn seither ist er ein pathologischer Fall und in Tschechows Menschenpanorama der einzige tatsächlich Depressive. Heute würde der Hausarzt seines Vertrauens ihm ein Medikament zur Mobilisierung der einschlägigen Neurotransmitter verabreichen, und es ginge ihm etwas besser. Zu Zeiten...
Gleich bei unserem ersten Gespräch haben wir uns intensiv über die Neuerscheinungen zu den Paulus-Briefen unterhalten. Philipp Hauß hat nämlich ein Philosophie-Studium an der Universität Wien begonnen und besucht regelmäßig die Lehrveranstaltungen. Es beschäftigt ihn die Frage, wie man aus philosophischer und theologischer Perspektive ein Geheimnis denken kann....
Irene Bazinger Frau Breth, wonach darf man Sie denn gar nicht fragen?
Andrea Breth Mmmh … nach meinem Privatleben.
Gut, aber vielleicht möchten Sie etwas über Ihr Elternhaus erzählen?
Ich habe zu meinen Eltern immer einen ganz innigen Kontakt gehabt. Eine Familienzerstörung oder ein Sich-von-der-Familie-Abwenden kam bei uns nicht vor.
Ihr Vater Herbert Breth war...
