Gefängnis Dänemark
Es ist ist wie mit Kindern, wenn sie spielen, dass sie gerade eine Prinzessin oder eine böse Hexe sind. Ernst ist es natürlich auch, schließlich musste man als Zuschauer ja das Handy abgeben und wurde wie am Flughafen kontrolliert. Die Strafgefangenen, die in den folgenden vierzig Minuten durch die Zuschauerreihen gehen, können auch Kontakt mit der Außenwelt pflegen, vor der sie ja eigentlich weggeschlossen worden sind. Zu eng sollte der aber nicht ausfallen. Es sind mehr als zehn Justizvollzugsbeamte im Einsatz.
Projekte wie die schmale Best-off-Version des «Hamlet» in der Mannheimer Justizvollzugsanstalt (JVA) können damit rechnen, dass Zuschauer begeistert sind und darüber hinwegsehen, dass ihre Begeisterung schweren Jungs gilt. Derjenige, welcher zum Beispiel gleichzeitig die Gertrud und den Claudius spielt, schreibt im Programmheft, er sei im Rotlicht-, Drogen- und Rockermilieu unterwegs gewesen. Er ist ein Monument von Mann und gönnt sich auf der kleinen Bühne in der Sporthalle der JVA Mannheim einen leicht maliziösen Ton. Das hat Charme und dürfte der Rolle entsprechen, die er auch im Gefängnis spielt: die des Zellenältesten, der klar macht, wo es langgeht, nicht laut, aber ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Oktober 2014
Rubrik: Chronik Mannheim, Seite 66
von Jürgen Berge
Auf dem Titel des zahlenstärksten Theaterbuchs der Saison prangt schon seit Jahren eine weiße Statisitikkurve vor rotem Grund, die steil nach oben weist. Erst beim genaueren Hinsehen erkennt man, dass die Fotovorlage um 45 Grad gedreht ist und die Kurve an ihrem obersten Punkt eigentlich gerade abfällt. Was die gerade veröffentlichte «Theaterstatistik 2012/13» des...
Aalen, Theater der Stadt
3. Dreßler nach Netenjakob, Macho Man
R. Winfried Tobias
4. Ecer, Am Rand (DE)
R. Tina Brüggemann
5. Dirisamer nach Erlbruch, Ente, Tod und Tulpe
R. Petra Jenni
Altenburg/Gera, TPT
3. Miller, Tod eines Handlungsreisenden
R. Bernhard Stengele (in Gera)
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
5. Theobalt nach Guareschi, Don Camillo und Peppone
R....
Was für eine profane Antwort! Woran Peer beim Onanieren denkt, wollte Miriam wissen. Und was hat Peer gesagt? «Harte Brustwarzen, die nach Nivea riechen.» Das kann’s doch nicht sein! Onanie, das ist für Miriam die Möglichkeit, vollkommen autonom Glück zu produzieren, mit den eigenen Händen: «Das schönste Gefühl der Welt, sage ich, der einzige autarke Moment in...
