Du leidest, du lässt leiden – leider alles umsonst

Ein Tempelbesuch beim Eselbauer Herbert Achternbusch in seiner niederösterreichischen Einsiedelei

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Es gibt Künstler, die für ein bisschen Medienaufmerksamkeit alles tun, zumal, wenn sie gerade ein neues Buch, einen neuen Film, eine neue CD oder auch nur irgendeine Meinung zu promoten haben. Stürmt der Künstler nicht von selbst nach vorn, hat er Agenten, Verlage und Produktionsheinis, die ihm Beine machen. Man kann das niemandem verübeln. Der Künstler braucht die Öffentlichkeit, sein Kunstwerk sucht das Publikum. Das Publikum wiederum ist neugierig, will informiert und unterhalten sein. Und der dazwischen geschaltete Journalist, der lebt davon.

So läuft das Spiel, und meistens läuft es wie am Schnürchen. Wir leben in einer Kommunikations- und Mediengesellschaft.

Nicht so der Künstler Herbert Achternbusch. Der lebt in seiner eigenen Welt, und die liegt weit außerhalb des globalen Dorfs. Es ist eine Welt, in der nicht viel geredet wird, in der es kein Fax, kein Handy, keinen Computer gibt. Einen Fernseher schon, aber nur für Videoabende mit seiner Tochter. Es ist still geworden um Herbert Achternbusch in den letzten Jahren. Selbst jetzt, da er ein neues Stück geschrieben hat, lässt sich schwerlich behaupten, er «melde» sich als Dramatiker «zurück». Im Gegenteil, der bayerische ...

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Theater heute Oktober 2005
Rubrik: Das Stück, Seite 42
von Christine Dössel

Vergriffen
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