Vorschau, der Weg zu tanz 6/18
Das Jahrbuch
Ein Begriff macht die Runde, der lange Zeit ganz außer Mode, ja als ewiggestrig verschrien war. Die «Heimat» wird wiederentdeckt, quer durch alle politischen Lager, quer durch die kulturelle Landschaft. Wie es um das Verhältnis von Tanz und Heimat bestellt ist, welche Perspektiven, Entwicklungen und Bündnisse sich da überraschenderweise auftun, erkunden wir im Jahrbuch 2018 – diesseits und jenseits der Trachtentradition
Gayle Tufts
war dabei, als die Tanzfabrik Berlin zehn Jahre alt wurde.
Die US-amerikanische Entertainerin erinnert sich: «Zwischen unseren Arabesquen and Attitüden schrien wir uns an, schlugen uns, bekamen Heulkrämpfe, betranken uns und schmissen mit Möbelstücken.» Nun gratuliert sie der Tanzfabrik zum 40-Jährigen.
Reid Anderson
war 17 Jahre lang einer der gefragtesten Solisten des Stuttgarter Balletts, 22 Jahre lang dessen Intendant. Zwischendurch wirkte er als Direktor des Ballet British Columbia und des National Ballet of Canada. Der gebürtige Kanadier und eingebürgerte Deutsche hat nicht nur viele Erfahrungen gesammelt, sondern kann eine Menge erzählen – und das tut Reid Anderson in tanz zum Abschluss seiner Intendanz
Der direkte ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juni 2018
Rubrik: Service, Seite 80
von
Welches Kunstwerk hat Ihr Leben bewegt, Sie selbst verändert? Für die wenigsten dürfte es auf diese Antwort vermutlich das eine große Ereignis geben. Auf welche Kunst-Erschütterung soll man sich besinnen? Die Erschütterung der Selbsterkenntnis durch Kunst, die endlich sortiert und formuliert, was da als Chaos in uns tobt? Die Erschütterung durch überwältigende...
In sich versunken, stehen die beiden einfach nur da. Xuan Shi ist der Erste, der seine Sinnesorgane stimuliert. Einen Finger um den anderen führt er bedeutungsvoll auf die Augen, so wie es anschließend Niannian Zhou mit den Ohren tut. Die Nase wird nicht ausgelassen. Ebenso wenig der Mund, der sich daraufhin stumm öffnet. Ein Akt der Bewusstmachung, mit «zärtlicher...
Ein zarter Titel für zwei massive und kraftstrotzende Stücke: «morgendämmerung» steht über den Choreografien des Portugiesen Helder Seabra und des Kasseler Tanzchefs Johannes Wieland im Opernhaus. Seabras rund einstündiges «Röntgen» wärmt die Bühne vor, fährt die Energie hoch, obwohl es in spiegelblankem, kühlem Ambiente stattfindet. Dann lässt Wielands etwa...
