buch: kollaboration

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Ivana Müller tut es, Xavier Le Roy und der Künstlerzwilling deufert + plischke tun es, und die Tänzer-Choreografen von «Collect-if by Collect-if» haben es zumindest einmal getan: ausprobiert, wie es ist, gemeinsam zu arbeiten. «Kollaborative Praxis» heißt das, und was man sich unter diesem der Therapie entlehnten Begriff im zeitgenössischen Tanz vorzustellen hat, beschreibt die österreichische Choreografin, Performerin und Autorin Martina Ruhsam.

Mit den Kollektiven, die einst Leben und Werk miteinander verbinden wollten und sich gesellschaftspolitischen Utopien verschrieben, dabei die eigene Indivi-dualität einer Gruppenidentität unterordneten, haben sie kaum mehr etwas zu tun. Gemeinsam einsam, ohne Autoritätsinstanz, suchen solche «Kollaborateure» nach anderen Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Martina Ruhsam porträtiert vier solcher neuen Modelle, beschreibt, was diese «Inszenierung der Zusammenarbeit» (so der Untertitel) ausmacht, und schattiert die verschiedenen Formen gegeneinander ab. Ihre Analysen von Ivana Müllers «While We Were Holding It Together», «E.X.T.E.N.S.I.O.N.S.» und «Projekt» von Le Roy sowie den «Reportable Portraits» von deufert + plischke zeigen, wie alle ...

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Tanz Juni 2011
Rubrik: medien, Seite 57
von Katja Schneider

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