sechs lustbarkeiten

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sexualität

Die Tänzer «kommen dem Sex so gefährlich nah, dass der Tanz alles getan hat, um das Erotische zu verdrängen» (Philippe Verielle). Darum erscheint uns Tanz oft so sittsam. Er unterbietet die Lust am Körper, verhüllt seine Sexualität durch Schönheit in der Bewegung. Thomas Hahn zeigt, wie diese Prüderie immer kunstvoller unterlaufen wird. Christoph Quarch hält dagegen, dass die Verdrängung des Erotischen genuin menschlich ist: Man nennt dies Scham. Für die Choreografin Anna Konjetzky geht sie unter die Haut.

Nicht nur falsche Scham, sagt Vanessa Van Durme, auch eine falsche Sexualität sei das Problem. Denn ausgerechnet in der körperlichsten der Künste wurde ein gewaltiges Tabu errichtet – mit fatalen Folgen. Die sexuelle Belästigung von Schützlingen, so Anna Volkland, werde im Tanz hartnäckiger als anderswo beschwiegen. Vielleicht auch ein Grund, warum der Choreograf Fabian Chyle in Gefängnissen mit Sexualstraftätern arbeitet.
 

v-effekt

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Tanz August 2010
Rubrik: sexualität, Seite 18
von Thomas Hahn

Vergriffen
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magisch: Aoi Nakamura

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