david nixon
«Sapphire Gala» lautet der funkelnde Name des Events, in dessen Rahmen das Northern Ballet (NB) in Leeds demnächst sein 45-jähriges Bestehen feiert. Was die letzten Jahre betrifft, bietet dieses Jubiläum tatsächlich Grund zum Feiern, denn das NB hat sich in die Liga der erstrangigen europäischen Ensembles eingereiht – nicht zuletzt dank David Nixon, seines Zeichens künstlerischer Direktor der Truppe und verantwortlich für das vielfältige Repertoire.
Schon bei der Feier des vierzigsten Geburtstags ließ sich beobachten, wie die NB-Tänzer den geladenen internationalen Stargästen ein wenig die Show stahlen. Bereits damals erbrachten die Engländer den Beweis, dass eine regionale, in West Yorkshire beheimatete Kompanie zu tänzerischen Höchstleistungen erster Güte fähig ist. In der Zwischenzeit ist dieser Erfolg mit allerlei Auszeichnungen belohnt worden, zuletzt bei den «Taglioni Awards» der Mala-khov Foundation in Berlin.
Nixons Truppe arbeitet wohl härter, auch an sich selbst, als jede andere Tanzkompanie im Vereinigten Königreich. Allein in den nächs-ten drei Jahren wird sie ein Pensum von mehr als 850 Vorstellungen in vierzig Städten bestreiten und damit ein Publikum von über
500 000 ...
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Tanz Februar 2015
Rubrik: menschen, Seite 18
von Mike Dixon
«Vaivén» nennen Juan Kruz Díaz de Garaio Esnaola und Antonio Ruz ihr Projekt, ein zweiteiliges Tanzstück, das im Rahmen des Festivals «Mes de Danza» in Sevilla uraufgeführt wurde. Ein Hin und Her – wörtlich übersetzt ein «Kommen und Gehen» –, das sich sowohl auf die Arbeitsweise der beiden als auch auf die Struktur des Abends bezieht: zwei aufeinander folgende...
Diese Tänzerin tanzt wirklich schön. Aber unwirklich. Denn der Zuschauer, obwohl er im Theater sitzt, trägt einen Kopfhörer für den ultimativen Surroundsound, trägt eine Brille für den perfekten 3D-Eindruck. Und er hält das Herz der Tänzerin in der Hand. Zumindest ist es ein sehr präzises, aus Plastilin gefertigtes Modell der menschlichen Pumpe. Yui Kawaguchi...
adieu_________
brian macdonald
An seinen Namen wird sich hierzulande kaum noch jemand erinnern. Und doch war Brian Macdonald, 1928 in Montréal geboren, ein ganz und gar «ungewöhnlicher Choreograf», der nach Meinung von Ivan Nagel wie kaum ein anderer «scharf und genau für die Eigenart einer Truppe, die Stärken jedes Einzelnen denken und arrangieren» konnte. «Time...
