Akram Khan
Akram Khan ist Brite. So steht’s im Pass. Seine Familie stammt aus Bangladesch und brachte ihre Traditionen nach London. Mit ihnen die Angst, dass der Westen ihren Glauben und ihre Moral verdünnt, verfälscht oder vergessen lässt. Akram Khan wurde in London geboren, in der dritten Generation von Immigranten nach dem Fall des alten Commonwealth. Wie seine Schwester studierte er auf Wunsch der Mutter den 500 Jahre alten indischen Tanz Kathak bei seinem Guru (Lehrer) Sri Pratap Pawar. Der Körper sollte auch weiterhin wissen, wo er herkommt.
Als Junge tanzte Akram Khan diesen Kathak in Peter Brooks Bühnenepos «Mahabharata», später bei Jonathan Burrows und in der Royal Shakespeare Company. Seinen Abschluss machte er an der Northern School of Contemporary Dance in Leeds, um der Familie einen Hochschulabschluss zeigen zu können. 1999 erhielt er den wichtigen Jerwood Choreography Award. Damit ging er nach Brüssel zu Anne Teresa De Keersmaekers Schule P.A.R.T.S. in eine sechsmonatige Choreografie-Werkstatt. Im Jahr 2000 gründete er seine eigene Kompanie.
«Kathak wird zeitgenössisch» lautet seidem überall dieselbe Überschrift. Da schwingt europäischer Stolz mit auf solche «Fusions» von ...
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