Die Highlights im Juli
Soft Cut
Sabine Glenz’ Bewegungen sind klar, minimalistisch und genau auf den ersten Blick. Von schlichten Schauwerten lässt sich die Münchner Choreografin und Tänzerin nie verführen. Beobachtet man die spannungsvoll verfremdeten Alltagsges-ten mit ihren scheinbar flüchtigen Abweichungen länger, scheint der Tanz – scheinen die Körper in der Tat den Aggregatzustand zu wechseln; Materie verdichtet oder verflüssigt sich. Sinnigerweise heißt ihre aktuelle Trilogie «Liquefy».
In den ers-ten beiden Teilen «study for two figures» von 2007 und «Trance» von 2008 hat sie in bohrender Kleinarbeit die Unterschiede in der Ähnlichkeit zweier Tänzerinnen-Körper freigelegt und drei weitere, völlig verschiedene vor dem bloßen Auge zum Verschmelzen gebracht. Teil drei, «soft cut», will die Hexerei auf die Spitze treiben: Körper nur durch Tanz auf der Bühne auftauchen und wieder verschwinden zu lassen. Im neuen Münchner Off-Hotspot schwerereiter, Uraufführung am 31. Juli, weitere Vorstellungen am 1. und 2. August schwerereiter.de
Tanzfestival Bielefeld
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