Highlights 8/9/19
Hellerau: Appia Stage Reloaded
Das Festspielhaus Hellerau öffnet nicht nur am Tag des offenen Denkmals seine Pforten. Am 8. September kann man dort auch auf der (2017 unter dem Ex-Leiter Dieter Jaenicke) rekonstruierten Bühne Adolphe Appias eine «Blaue Stunde» erleben, bevor Cindy Hammer, Joseph Hernandez, Johanna Roggan und Anna Till mit «tension, break, pattern, intrigue» den Raum noch einmal in einen Ort utopischer Träume verwandeln. Das Festival «Appia Stage Reloaded», ans Bauhaus-Jubiläum gekoppelt, macht’s möglich. Bis zum 21.
September sind auch zwei Ausstellungen zu sehen, die sich mit Adolphe Appia und Ursula Sax befassen. Deren «Geometrisches Ballett», eine Hommage à Oskar Schlemmer, hat kurz zuvor im Berliner Radialsystem Premiere, steht dann als Koproduktion in Dresden auf dem Programm – ebenso wie «À bras-le-corps» von Boris Charmatz und Dimitri Chamblas.
Paris: Hiroshi Sugimoto/William Forsythe
Eigentlich ist dieser Abend ein Drei-Mann-Unternehmen: William Forsythes 2016 uraufgeführte «Blake Works» kehren auf die Bühne des Palais Garnier zurück, der japanische Fotograf Hiroshi Sugimoto macht ebendort sein Entree mit «At the Hawk´s Well» nach ...
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Tanz August/September 2019
Rubrik: Tanz im August/September, Seite 35
von
tanz
Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
Redaktion
Hartmut Regitz, Dorion Weickmann, Arnd Wesemann
Mitarbeit: Sofie Goblirsch, Marc Staudacher
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel +49 (0)-30-254495-20, Fax -12
redaktion@tanz-zeitschrift.de
www.tanz-zeitschrift.de
Gestaltung & Bildredaktion
Marina Dafova
Anzei...
So dunkel und düster war ein Ballett noch nie. Ganz in Schwarz gekleidet hat Jürgen Rose das Vorspiel, das in Wirklichkeit eine Rückblende ist. Während dichte Nebelschwaden über den Friedhof von Heiligenkreuz ziehen, wird in aller Eile und ohne jede Würde Mary Vetsera zu Grabe getragen. Ein einziges Gebet des Priesters, ein flüchtiges Beileid im Vorübergehen – und...
Wer vermeintlich chancenlos ist, setzt gerade in Krisenzeiten manchmal gemeinsam ungeahnte Produktivkräfte frei. Das gilt auch für traditionell eher schwergängige Institutionen mit eingeschliffenen Gewohnheiten – Theater eben. Zumal solche, die, von ihren dauerklammen Trägern kurz und kürzer gehalten, schon so gut wie abgeschrieben sind. Häuser wie das Volkstheater...
