Leserbrief
Wann muss ich mit der Ballettausbildung angefangen haben, um im Beruf später noch eine reelle Chance zu haben? Nuria Kontarsky, Berlin
Liebe Nuria Kontarsky, die Ausbildung zum professionellen klassischen Tänzer sollte man spätestens im Alter von zehn Jahren beginnen, da der Körper noch «weich» ist und geformt werden kann. Die körperlichen Voraussetzungen müssen gegeben sein, denn der Körper ist das wichtigste «Instrument» für eine Ballettausbildung.
Bei einer Aufnahmeprüfung werden beurteilt: die Körperproportionen, unter Berücksichtigung des Entwicklungsstandes: Rücken, Wirbelsäule, Hüfte, Beine, Knie und besonders die Füße.
Weitere Kriterien für eine Eignung sind: Musikalität/Rhythmik, Koordination und tänzerische Begabung. An professionellen Ausbildungsstätten dauert eine Ausbildung acht Jahre, sorgfältig aufgebaut von Klasse I bis Klasse VIII, sodass man mit 18 oder 19 Jahren stark genug ist, um den Tänzerberuf ausüben zu können und den technischen und künstlerischen Ansprüchen einer zeitgenössischen Ballettkompanie gerecht werden kann.
Ich persönlich möchte den jungen Tänzern, die eine klassische akademische Ballettausbildung anstreben noch Folgendes mit auf den Weg geben: Das ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Dezember 2006
Rubrik: Noch Fragen?, Seite 71
von Marianne Kruuse, Michaela Schlagenwerth, William Forsythe
Für Menschen mit wenig Geld bietet das Wochenend-Ticket der Deutschen Bahn eine beliebte und kostengünstige Transportmöglichkeit. Man ist zwar länger unterwegs, dafür ist die Fahrt mit Regionalzügen ohne Sitzplatzreservierung quer durch Deutschland auch viel kommunikativer. Man lernt neue Leute kennen, beispielsweise solche, mit denen man die Leidenschaft für...
Serge Diaghilews Ballets Russes haben die Ballettgeschichte nicht nur choreografisch, sondern auch musikalisch revolutioniert. Dies in doppelter Hinsicht: einmal, indem der russische Ballettzar und seine Choreografen Fokine, Nijinsky und Massine namhafte Komponisten wie Strawinsky, Debussy, Ravel, Satie, de Falla, Prokofieff, Poulenc oder Milhaud veranlassten,...
Philippe Saire ist ein wandelnder Widerspruch. Zusammen mit Gilles Jobin und Guilherme Botelho zählt er zu den bekanntesten Schweizer Choreografen. Doch wenn man ihn über seinen Weg zum Tanz befragt, erklärt er gelassen, dass er genauso gut Filmemacher hätte werden können; es sei nur einer Reihe von Begegnungen und überhaupt den Umständen zu verdanken, dass er sich...
