Die Ballett-Gala
Zugegeben: Vladimir Malakhov übertreibt es damit. Gala, Gala und noch mal Gala, das ergibt kein sinnvolles Repertoire. Aber in München, London oder Hamburg sah man in dieser Spielzeit hinreißende Programmzusammenstellungen.
Lange standen Gala-Vorstellungen in dem Ruf, bloße Anlässe zum Ausführen von Abendkleidung zu sein (vor der Bühne) und zum Demonstrieren zirkusreifer Show-Häppchen (auf der Bühne).
Doch auch abgesehen davon, dass es begrüßenswert erscheint, wenn Menschen die Sitte, sich zu festlichen Gelegenheiten umzukleiden, nicht aufgeben, existieren eine ganze Reihe seriöser Gründe, Gala-Abende zu veranstalten. Am Anfang steht stets die Überraschung. Auf «Giselle» oder «La Fille mal gardée» bereitet man sich vor, eine Gala hingegen lässt man auf sich zukommen. Erst im Theater, kurz vor der Vorstellung, entdeckt das Publikum, welche Trouvaillen der Abend birgt: ein seltenes Vergnügen. Immer befinden sich unter den Werken solcher Abende geliebte, kaum aufgeführte Piècen – Ashtons «Five Waltzes in the Manner of Isadora Duncan» etwa bei der Terpsichore-Gala in München.
Neben dem aufregenden Wiedersehen mit Favoriten lockt jede Gala mit unbekannten Stücken – wie jetzt Ninette de ...
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Liebe Freunde!
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