Die Hoffnungsträger

Richard Siegal

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Was für eine vielversprechende Ansage: Richard Siegal / Ballet of Difference wird die neue Company heißen, mit der der einstige Forsythe-Tänzer und inzwischen schon langjährige Choreograf die Tanzwelt sowohl aufmischen als auch voranbringen will. Und wenn das einem zuzutrauen ist, dann Siegal. Wenn man ihn bisher auf einen Stil festlegen wollte, war er längst woanders. Wenn man just glaubte, er würde von der Stange produzieren, schlug er schon wieder einen Haken.

Und nun hat er, erfolgreich und gefragt als Gastchoreograf, beschlossen, dass er anders produzieren möchte, mit einem Ensemble, das er ausgesucht hat, mit mehr Zeit und Unabhängigkeit – auch wenn die Mittel, die ihm die Stadt München für drei Jahre zugesagt hat (jeweils 90 000 Euro), nicht gerade die Welt sind. Darum ist zweifellos auch Risiko im Spiel – und die Bereitschaft, es anzunehmen.
 
Ballet of Difference ist ein programmatischer Name für den Versuch, den Tanz – übrigens auch vom Spitzentanz aus – wieder einmal anders zu denken. Diese Kunst, auch mit Unterstützung intelligenter Tänzer, kreuz und quer in Bewegung zu versetzen, zu drehen und zu wenden und in die Zukunft zu führen. Das Ensemble soll dabei immer auch als ...

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Tanz Jahrbuch 2016
Rubrik: Die Saison 2015/16, Seite 172
von Sylvia Staude

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