Tomasz Kajdanski
Tomasz Kajdanski ist nicht zu halten. Zwar wird er noch ein Jahr in Eisenach und Meiningen als Ballettdirektor walten. Für das Anhaltische Theater Dessau schmiedet er aber schon Pläne. Anders als sein Vorgänger Gregor Seyffert will er ab 2009/10 am Ort permanent präsent sein und mit seinen zehn bis vierzehn Tänzern neben dem eigentlichen Theater auch die Bauhaus-Bühne bespielen und im Wörlitzer Gartenreich auftreten. «Euer Theater» heißt sein Slogan für Dessau.
Wer den gebürtigen Polen aus seinem Engagement in Rostock, Coburg, Kiel oder Eisenach kennt, weiß, dass der ehemalige Kresnik-Interpret und langjährige Ballettsolist der Bayerischen Staatsoper keine leeren Versprechungen macht.
Bei ihm findet man immer offene Türen – offene Ohren sowieso. Teamarbeit ist bei ihm groß geschrieben. Wie bei «Elisabeth.Ikone» will er Kompositionsaufträge vergeben. Spartenübergreifende Produktionen sind bei ihm selbstverständlich. Und die legendären Dessauer Ballettwettbewerbe aus DDR-Zeiten soll es künftig auch wieder geben. Dass ihn dabei der designierte Intendant, André Bücker aus Halberstadt, nach Kräften unterstützt, daran glaubt Tomasz Kajdanski: «Er ist um die vierzig, positiv eingestellt ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Auf den ersten Blick unterscheidet sich ihr Unterricht nicht von dem anderer Ballettpädagogen. Erst wenn man genauer hinschaut, ist vieles anders: die Zeit, die sie sich für die «Stange» nimmt, die Unnachsichtigkeit, mit der sie immer wieder die ers-te Position korrigiert. Bis alles im Lot ist. Christina Bernal, klein von Gestalt, aber unübersehbar im Ballettsaal,...
«Matter», schreibst Du, ist ein Stück über weibliche Identität. Ohne Männer oder Interaktion? Woraus, wenn nicht aus der Abgrenzung, entsteht die Identität? Über den tanzenden Körper. Obwohl jede für sich tanzt, lassen wir die anderen übrigens nie allein auf der Bühne. Was an Bildern entsteht, entsteht also in der Addition, nicht der Abgrenzung. Ich sehe bei diesem...
Mel Ferrer hat es nicht verdient, aber er wird immer so vorgestellt: Audrey Hepburns erster Ehemann. Erinnern Sie sich an Fürst Andrej, mit dem sie 1956 als Natascha in «Krieg und Frieden» Walzer tanzt? Das schönste Paar auf dem Parkett. Es muss ein besonderer Mann sein, der an Hepburns Seite nicht verloren geht. Deswegen ist er Audrey aufgefallen. Als er drei...
