«Niemand lernt hier tanzen, aber alle können es»
Burkina Faso ist ein kleines Land in Westafrika, ohne Bodenschätze, ohne Safariparks, ohne Tourismus, weil es nichts Spektakuläres gibt – das macht es so sympathisch. Die Menschen sind schön und freundlich, aber es fehlt an allem, «das Land der Anständigen», so die Übersetzung des Namens, das als Kolonie Obervolta hieß, ist eins der ärmsten Länder der Welt. Aber die Kultur blüht.
Die Hauptstadt Ouagadougou richtet alle zwei Jahre das wichtigste Filmfestival des Kontinents aus: FESPACO und hat eine kleine, hochkarätige nationale Filmproduktion.
Im Centre Culturel Français trifft sich, was Künstler ist oder sein will. Dort soll noch in diesem Jahr, inch’Allah, ein Centre de Développement Chorégraphique errichtet werden, mit regelmäßigen Aufführungen, Workshops, Proben- und Trainingsmöglichkeiten. Hinter der Initiative steckt Salia nï Seydou, die renommierte Tanzkompanie, die mehrfach in Europa aufgetreten ist, zuletzt beim InTransit-Festival in Berlin.
Ich treffe deren Mitbegründer Salia Sanou kurz vor seiner Abreise zu einem Solo-Gastspiel in Papua-Neuguinea. Es ist einer dieser Tage, wo Ouagadougou unerträglich ist: zu heiß, zu stickig, zu viel Smog, zu staubig. Besonders letzteres ...
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Beharrlichkeit führt zum Ziel, und Oleksi Bessmertni kann ganz schön hartnäckig sein. Schließlich hat es sich der Ukrainer aus Odessa in den Kopf gesetzt, eines Tages Kulturminister in seiner Heimat zu werden. «Ich will für mein Land etwas tun», sagt Bessmertni. An Kompetenz (und den nötigen Verbindungen) fehlt es dem 34-Jährigen nicht. Das Manager-Diplom der Uni...
Die überwiegende Mehrzahl der freien Choreografen mit eigenen Kompanien, die ihre Werke im Rahmen von Gastspielen zeigen, erhalten keinerlei Tantiemen. Im Gegensatz zu Frankreich, wo die SACD solche Rechte en bloc wahrnimmt, müssen Tanzschöpfer in Deutschland ihre Rechte bei den Bühnen und Verwertungsgesellschaften mühsam einzeln durchdrücken, ohne sich auf die...
Kaum mehr ein Choreograf, der auf sich hält und darauf verzichten würde, seinen «Sacre du printemps» zu kreieren. Die Versionen zählt man bereits zu Hunderten, und die meisten davon entstanden in jüngster Zeit. Das Festival Les Hivernales in Avignon stand in diesem Jahr gar unter dem Thema «Sacre». Es dürfte also niemanden wundern, wenn auch afrikanische...
