community: T-Mobile Dance
Man stelle sich vor: Unsere deutsche Telekom veranstaltet in Berlin ein Festival, bei dem Bürgermeister Klaus Wowereit die Worte seines Londoner Amtskollegen Boris Johnson benutzen dürfte: «Tanz ist auf dem Höhepunkt seiner Popularität, durch Popstars, die dafür sorgten, dass alte Tanzschulen wieder coole Tänze lehren, durch Streetdance, der besser ist als alles, was TV-Talente zeigen, und durch brillante Choreografen auf unseren Bühnen!» Denn genau das sagte der Bürgermeister von London.
Darum investiert die Deutsche Telekom nicht in Deutschland, sondern in Großbritannien und macht einen «Big-Dance»-Wirbel vom 3. bis 11. Juli. Künstler und tanzverrückte Bewohner erhielten von der Telekom 50.000 Pfund in Form von sogenannten Mikrospenden. Zwischen 2008 und 2011 werden aus Staats- und Inustriesäckel insgesamt 1,3 Milliarden in Kleinbeträgen ausgegeben. Das Scherflein unserer Telekom dient auch dazu, dass die seriöse Choreografin Shobana Jeyasingh vom 1. bis 4. Juli mit fünf professionellen Tänzerinnen und 15 Talenten im neoklassischen Innenhof des Londoner Somerset House «richtigen» Tanz zeigen darf, während Luca Silvestrini von Protein Dance am 10. Juli tausende Menschen zwischen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Es ist eine blutrünstige Story, die sich Christian Spuck vorgenommen hat. Sie erzählt, wie der machtversessene römische Kaiser Nero seine Frau Ottavia loswird und seine Kurtisane Poppea an ihrer Stelle zur Kaiserin krönt. Der designierte Leiter des Zürcher Balletts will nicht die von Claudio Monteverdi in seiner letzten Oper «L’incoronazione di Poppea» vertonte...
Das Hamburg Ballett hat einen doppelten Grund zum Feiern – zwei seiner Stars wurden in Moskau mit der bedeutendsten Auszeichnung im Tanz geehrt, dem «Prix Benois de la Danse». Hélène Bouchet erhielt den Preis für die Darstellung der Eurydike in John Neumeiers «Orpheus», während Thiago Bordin für die Rolle des Armand Duval in Neumeiers Klassiker «Die Kameliendame»...
ist Kult. Wenn er auftritt, geht es nicht bloß um das, was er tanzt. Er selbst wird quasi zum Kunstwerk – und drückt allem seinen Stempel auf. Wenn er etwa in George Balanchines «Agon» die Hüften schwingt, bekommt das Stück einen unerwarteten, befreienden Drive. Da ist der kubanische Ballettstar in seinem Element. Er ist längst zum gefeierten Gala-Darling avanciert...
