Pretty, please, could you dance for me
Bevor Marcia Breuer diese Frage stellen kann, muss man erst einmal Platz schaffen für eins der «bewegendsten» Bücher der letzten Zeit. Ganze dreizehn Meter lang ist das Leporello. Schlägt man allein die 53 Außenseiten des Buchs auf, stößt man auf Aussagen von Reid Anderson, Bridget Breiner, Robert Conn, Eric Gauthier, Marco Goecke, Yseult Lendvai, Christian Spuck – prosaische oder poetische Texte, die ahnen lassen, was den Tanz zusammenhält.
Gibt man dem Buch den ganzen Raum und fächert es auf, sieht man das Stuttgarter Ballett aus seinem geistigen Zentrum heraus, umschlossen von ein paar Fotos, die die intimsten Momente der Kunst fokussieren. Jahrelang war Marcia Breuer Mitglied des Stuttgarter Ballett. Diese Vertrautheit ist dem Buch durchweg anzumerken. Ihre Bilder lassen tief blicken. Sie gehen unter die Haut. Und bringen das Ballett zum Tanzen. Kein Wunder, dass das Buch von der Stiftung Buchkunst mit einem Förderpreis ausgezeichnet wurde und auf der Auswahlliste des Deutschen Fotobuchpreises steht.
Marcia Breuer: Pretty please, could you dance for me.
Hardcover-Leporello,110 S., 44 farbige Abb., www.material-verlag.de
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