in ekstase
Stille und Dunkelheit umgeben sieben Frauen, die sich in schwarzem Wasser spiegeln. Entblößte Oberkörper, abwesende Blicke. Gekrümmte Hälse. Hände, die Halt suchen an der Wand oder nach etwas greifen, das sie nicht (er)fassen können. Die hageren Körper zeugen von Askese. Der Titel dieser Installation heißt «Extases». Ein Meisterwerk, das Ernest Pignon-Ernest erstmals 2008 in Avignon in der Chapelle Saint-Charles präsentierte und soeben beim «Monaco Dance Forum».
Jede Figur stellt eine Heilige oder Mystikerin dar, von Maria Magdalena über Hildegard von Bingen zu Teresa von Avila oder Katharina von Siena. Wer die Namen zuordnen will, verlässt sich auf seine Intuition. Die Damen treten wie ein Corps de ballet auf, gleichen Alters und gleicher Statur, wie aus einem Körper. So empfand man sie in Avignon, im Prunk des früheren Gotteshauses.
Im Moment ihrer bedingungslosen Hingabe tragen sie keinen Namen. Dass keine fülligeren oder gedrungenen Körper darunter sind, liegt nicht an Pignon-Ernests Frauenbild, sondern an dessen reger Zusammenarbeit mit den Ballets de Monte-Carlo. Für sie fertigte er immer wieder Bühnenbilder, zuletzt im April für Jean-Christophe Maillots «Daphnis et ...
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