persönlich
newcomer: malika djardi
Wer Einwanderung und Integration skeptisch gegenübersteht, sollte sich Malika Djardi anschauen. Die Tochter einer Französin und eines Algeriers leistete gleich mit ihrem ersten Solo einen äußerst persönlichen, scharfsinnigen und umfassenden Beitrag zur Debatte um das kulturelle Mit- und Durcheinander der Kulturen. In «Sa prière» («Ihr Gebet») beeindruckt sie mit Reife, Klarheit und starker Persönlichkeit.
Djardi joggt und tanzt betont selbstbestimmt, während ein Gespräch zu hören ist, das sie mit ihrer Mutter – die zum Islam konvertierte – über deren Verhältnis zu dieser Religion, zum Leben, zu Frankreich und zum Tanz führte. Die blondierte, selbstbewusste, fast noch jugendliche Tochter tanzt hier über alle soziologischen Stereotypen hinweg. Denn sie sieht sich ausdrücklich nicht als Anwältin einer Community. Die Befragung der Mutter folgt einem persönlichen, intimen Bedürfnis, wie es – den Stücken nach zu urteilen – derzeit viele Choreografen umtreibt, die ihre Familie auf die Bühne bringen.
Ein stilisiertes Porträt Djardis aus «Sa prière» prangt nun auf dem Plakat der «Rencontres chorégraphiques internationales». Kaum entdeckt, schon ein Cover-Girl! ...
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Tanz Mai 2016
Rubrik: Menschen, Seite 28
von
Zwischen Himmel und Erde lässt sich manches in Bewegung setzen. Der neueste Ballettabend am Theater Augsburg handelt denn auch erklärtermaßen «von Göttern und Menschen», wobei Erstere entschieden zu kurz kommen. Zwar strebt Riccardo De Nigris mit «Ascending Glide» nach höheren Weihen, aber Balanchines «Apollo» erspart Ballettdirektor Robert Conn am Ende den...
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Einen Superlativ kann Goyo Montero für diese Spielzeit am Staatstheater Nürnberg auf jeden Fall für sich verbuchen, auch wenn sich der Superlativ eigentlich in sein Gegenteil verkehrt: Mit derzeit nur zwei Mitgliedern ist seine Young Company vermutlich die kleinste Kompanie der Welt. Seit dieser Spielzeit gehören ihr mit David Valls und Daniel Roces Gomez zwei...
