Caroline Simon: «Stück»

London

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Die W-Fragen: Was will ich und was ist wirklich? Caroline Simon hat bei großen Fragen eine besondere Bühnenpräsenz, etwas sehr Deutliches, Undurchsichtiges, Unflatterhaftes. Diese Gründlichkeit kennt dazu auch ein «Ach was», die leicht ironische Distanz. Die gebürtige Brüsselerin, Jahrgang 1977, bei P.A.R.T.S. und in Rotterdam ausgebildet, lebt seit 2001 in Köln. In Eigenkreationen und in Produktionen von Silke Z. ist sie seitdem zu sehen, zuletzt in «Private Spaces», wofür es eben den mit 5 200 Euro dotierten Kölner Tanztheaterpreis gab.

Da war sie eine Eigenwillige, die sich den Wünschen des Publikums nicht beugt und dafür nur ihren ruhigen, unentzifferbaren Blick und ihren Körper nutzt. Im eigenen neuen Werk, das lapidar «Stück» heißt und an dessen Konzept und Regie auch Silke Z. beteiligt war, geht es um Räume im Kopf und ihre Verschachtelung mit der Wirklichkeit, die Verquickung des Gewöhnlichen mit der Fantasie und dem Bombastischen. «Stück» ist mehrere Stücke. Ähnlich wie Forced Entertainments «Spectacular» besteht es aus dem erzählten und halbwegs physisch angedeuteten Ereignis Bühnenaufführung selbst.

Die kupferroten Haare zum Zöpfchen geknüllt, in Trägertop, Röckchen, ...

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Tanz Januar 2009
Rubrik: Der Kalender, Seite 45
von Melanie Suchy

Vergriffen
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