das denken zum tanzen bringen: rudolf zur lippe schwärmt
Ein Philosoph geht auf die Pirsch. Vor Sonnenaufgang stapft er durchs taufrische Gras in Brandenburg, im Linumer Bruch, wo sich im September Zehntausende von Zugvögeln bei ihrer Reise in den Süden versammeln, um einem beeindruckenden Schauspiel beizuwohnen: den «unglaublich mannigfaltigen Bewegungen der Schwärme». Im Gegensatz zu allen festlegenden wissenschaftlichen Beschreibungen ist es diese lebendige Erfahrung – den Wandel in der Natur auszumachen als ein ewiges Handlungsgprinzip –, auf die Rudolf zur Lippe in seinem neuen Buch rekurriert.
Er baut auf eine Naturphilosophie des Wandels und der Bewegung, will Erfahrungen am eigenen Leib und damit den Tanz und seine Sinne ins Zentrum der Beobachtungen rücken.
Die Schwarmphänomene haben es ihm diesmal vor allem angetan. Er verortet sie in einem ideengeschichtlichen und zeitkritischen philosophischen Kontext, übersetzt sie in die Sphären des Menschlichen, der Sinne, der Kommunikation.
Der Autor bindet sich selbst mit ein: wenn er sich beispielsweise in Berliner Tanzstudios bei Felix Ruckert einlässt auf Experimente zu Sinn und Sinnlichkeit. Um am eigenen Leib Eindrücke vom Bewegungsgeschehen der Tanzenden zu erlangen. Ein ...
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Tanz Januar 2011
Rubrik: medien, Seite 52
von Ottmar E. Gendera
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In ganz Amerika ist Tanz unglaublich populär, von Nord- bis Südamerika. Erfreulicherweise auch für die Jungs, das ist nicht wie früher nur eine...
Die Restmittelvergabe durch das Nationale Performance Netz (NPN) unterstützt Veranstalter, die eine Produktion aus einem anderen Bundesland zu einem Gastspiel einladen, mit einem Zuschuss von bis zu 35 Prozent. Die Anträge auf Restmittel können in erster Vergabe bis zum 15. Jan., für die zweite Vergabe bis zum 31. März bei Joint Adventures eingereicht werden. Die...
«I’ve put in so many enigmas and puzzles that it will keep the professors busy for centuries arguing over what I meant, and that’s the only way of insuring one’s immortality.» Sagte James Joyce. Wusste schon Igor Strawinsky. Keine Ballettmusik wurde je so durch die Interpretationsmangel gedreht wie dessen «Le sacre du printemps». Die beste gegenwärtig zu sehende...
