one of a kind
«Not my cup of tea». Sich selbst als Professor vorzustellen, als Wissenschaftler, war für Jirí Kylián ein Ding der Unmöglichkeit. Je länger der einstige NDT- Chef indes über ein Forschungsprojekt für Codarts nachdachte, desto verlockender erschien ihm der Gedanke, sein eigentliches Thema, d. h. den Tanz, einmal auf unterschiedlichste Weise zu ergründen.
Nach längerer Bedenkpause nahm er das Angebot von Samuel Wuersten an, machte mit Friederike Lampert, Désirée Staverman, Michael Schumacher und Sabine Kupferberg gemeinsame Sache und brachte unter seinem Stück-Titel «One of a Kind»
in Rotterdam das drei Jahre währende «Kylián Research Project» auf den Weg.
Dessen Ergebnisse können sich jetzt sehen lassen, dokumentiert in einem ebenso attraktiven wie anregenden Buch, das die fünf Themenblöcke interaktiv aufblättert. Denn die Wechselbeziehungen zwischen Tanz & Alter, Tanz & Stimme, Tanz & Musik, Tanz & Visuelle Technologie, Tanz & Design werden nicht einfach in Form von Materialsammlungen, Meinungsbeiträgen oder Interviews abgehandelt. Am Ende jedes Kapitels findet sich der Hinweis auf einen Kurzfilm im Internet, ein Fragenkatalog und ein knappes, aber umso konzentrierteres ...
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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: Jiri Kylian, Seite 24
von Hartmut Regitz
Natürlich ist das nicht sonderlich originell. Weil der Choreograf und Chef des Balletts am Rhein gegenwärtig mit jedem Preis am Wegesrand ausgezeichnet wird. Macht aber nichts. Denn abgesehen von der allerhöchsten kreativen Qualität, Eleganz, Schönheit und Intelligenz, die seine beiden jüngsten Choreografien von Mahlers 7. Sinfonie und Adriana Hölszkys «Deep Field»...
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