The Queen Of Hearts
Ja, das balletttheater München gibt’s noch. Was nicht heißt, dass alles eitel Sonnenschein wäre. Die Finanzknappheit bringt Kämpfe mit sich – um Tänzerstellen, um die Zahl von Produktionen und Aufführungen. Der Engländer Taylor wundert sich da ein wenig über die Schwerfälligkeit deutscher Spartenhäuser. Aber noch ist ihm nicht der Finanzminister in Gestalt der Herzkönigin begegnet und hat geschrien: Rübe ab! Der Ballettchef des kleineren von Münchens zwei Opernhäusern plante bereits vor dem Finanzfiasko des vergangenen Sommers die «Alice im Wunderland».
Und hatte sich was Schwieriges vorgenommen, nicht nur, weil es sein erstes abendfüllendes Handlungsballett werden sollte. Er wollte nicht mit Schritten und Schrittchen in aussichtslose Konkurrenz zum unerreichbaren Sprachwitz seiner Vorlage treten und wollte nicht Bekanntes nur nacherzählen. Es wurde also: ein Handlungsballett ohne Handlung. Dabei unterliefen ihm zwei Fehler. Deutschland ist nicht England. Dort fällt irgendwann mal jedes Kind ins Erdloch, dem weißen Kaninchen hinterher. In England gehören Zitate aus der «Alice» zum alltäglichen Sprachschatz. Hierzulande ist sie kaum präsent. Und man weiß kaum, wie bös, wie ...
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A-B-A-B. Harmonie-Disharmonie-Harmonie-Disharmonie. Gleichgewicht/ Ungleichgewicht, usw. ... Keine Frage, das Weihnachtsprogramm an der Opéra national de Paris war kunstvoll gestrickt. Und im prunkvollen Foyer glänzte eine Tanne, geschmückt mit roten und goldenen Tanzschuhen. Vier Stücke statt der üblichen drei, davon zweimal Trisha Brown, und weder ein Balanchine...
Alvin Ailey American Dance Theater’s two premieres aimed to please as many people as possible, with partial success. David Parsons, in “Shining Star,” created a super-sweet confection offering little except surface, like a cream puff with no nutritional value. “Love Stories,” a choreographic collage, offered more by mixing styles and dynamics, but was weighed down...
Rückgang der Besucherzahlen, Konkurrenz und knapper werdende Finanzen zwingen auch Ballettkompanien, sich mit dem Thema «Marketing» zu befassen. Was in amerikanischen Theatern seit je gang und gäbe ist, stößt in Europa noch immer auf Misstrauen: Gelten in der Kultur nicht andere Werte als die ökonomischen? Führt Marktorientierung nicht zum Abbau künstlerischer...
