Screening 2/19
Eyal & Neumeier
Größer könnte der Unterschied kaum sein: Sharon Eyal macht wuchtige Techno-Kreationen für kraftstrotzende Leiber, John Neumeier bevorzugt klassische Linien für elegante Ballettkörper. Am 23. Februar werden die israelische Choreografin und ihr Kollege hintereinanderweg mit filmischen Porträts gewürdigt, die Einblick in ihre Arbeit, ihr Denken und ihre Kunst geben. Die Dame hat den Vortritt – also ist Andreas Morells Doku «Soul Chain. Sharon Eyal und das Ballett der Beats» vor Jan Peter Gehrckens’ Hommage «John Neumeier. Unterwegs» zu sehen.
Vom Hamburger Ballettchef, der tags darauf seinen 80. Geburtstag feiert (siehe S. 22), stammt auch die großartige «Nijinsky»-Inszenierung, die im Anschluss an die beiden Erstausstrahlungen läuft. Gegen dieses Tanzprogramm auf 3sat – Sendebeginn 19.20 Uhr – hat Netflix keine Chance! www.3sat.de
Ballett im Kino (tanz 3/14):
Aus dem Bolschoi-Theater in Moskau, www.tanzimkino.com
10. März, 16.00h: «Dornröschen», choreografiert von Yuri Grigorovich
Live aus dem Royal Opera House in London, www.rohkinotickets.de
19. Febr., 20.15h: «Don Quixote», choreografiert von Carlos Acosta nach Marius Petipa mit einer neuen Choreografie für ...
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Tanz Februar 2019
Rubrik: Kalender, Seite 46
von
Lausanne: Swiss Dance Days
Die Schweiz zeigt das «Best-of» ihres zeitgenössischen Tanzschaffens diesjährig unter dem Motto: «La -Suisse n’existe pas!». Der Slogan,1992 geprägt durch den Schweizer Fluxus-Künstler Ben Vautier, betont wohl kaum den nationalistischen, mehr den verspielten Anspruch, den so bekannte Erfolgsproduktionen wie «Fun!» von Lea Moro (tanz...
Frau Barandun, Sie haben einen sehr überzeugenden Leitfaden zur «Ersten Hilfe für die Künstlerseele» verfasst. Was macht Künstlerseelen therapiebedürftig?
Weniger therapie- als unterstützungsbedürftig. Bühnenkünstler versuchen, im Spannungsfeld zwischen Rolle und Sein gesund zu bleiben. Sie müssen feinfühlige Künstler sein, die die eigene Persönlichkeit, den...
Viele würden die Metapher vom Tanz auf dem Vulkan bemühen. Da sind der Klimawandel, die Wiederkehr von Populismus, Abschottung und Kriegsgefahr sowie die Gewalt sozialer Ungleichheit. Doch die Reichen dieser Welt tanzen weiter, wie auf der Titanic. Maguy Marin hat das alles abgearbeitet, in ihrem vorherigen Stück, «DEUX MILLE DIX SEPT». In Großbuchstaben. Sie kann...
