Das liebe Geld

Die Macht der Misere

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Wie New Yorker Choreografen mit der Wirtschaftskrise umgehen? Schizophren. Aber es bleibt ihnen nichts anderes übrig.

Wir könnten feiern. Ein Jahr Wirtschaftskrise. Sie begann hier in den USA und trifft rund 1000 Choreografen und geschätzte 5000 Tänzer allein in New York. Seit Jahren schon haben Firmensponsoren ihre Beiträge an Tanzkompanien und freischaffende Choreografen reduziert. Die Banken- und Wirtschaftskrise gab ihnen perfekte Argumente, die Zuwendungen nahezu gen null schrumpfen zu lassen.

Schlimmer noch wirken Sparmaßnahmen des staatlichen Kulturfonds.

Hier greift das Argument, trotz der Ernennung des Broadway-Produzenten Rocco Landesman beim National Endowment of the Arts, dass Sozialeinrichtungen wie Obdachlosenheime und Lebensmittelprogramme dem «Luxusgut» Tanz vorzuziehen seien. Wie kann man auch nur gegen soziale Hilfsprogramme wie «Mehr Nahrung für Kinder in benachteiligten Schulen» konkurrieren (wollen)? «Es ist wie ein Nieselregen, der zum Regenguss wird», sagt Michelle Bukhart, Direktorin von dance/NYC, einer Organisation, die seit Jahren den Tanz in New York unterstützt.

Laut ihrer jüngsten Umfrage haben seit September 2008 beinah die Hälfte aller befragten ...

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Tanz Juli 2009
Rubrik: Kolumne, Seite 24
von Mary E. Staub

Vergriffen
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