Showcase Beat le Mot: "Europiraadid"
Luftholen für eine große Aufgabe: mit weiten Rumpfbewegungen und tiefen Atemzügen versucht die achtköpfige Crew, auf großen, schwankenden Holzbohlen mitten im Raum sitzend, ihr Schiff in Gang zu bringen.
Ein bunter Haufen, aus dem es in verschiedenen Sprachen tönt, ein romantischer Rebell im Stil Johnny Depps darunter, ein abgestumpfter Schlachtmeister, der «mit dem Enterbeil, dem Morgenstern und dem Küchenmesser» neue Methoden des Tötens kennenlernen will, eine kalte Räubernatur (wenn ich genügend Leute umbringe, bleibt mehr Leben übrig), ein Geldhai, der vom «Eros des Euro» träumt und ein Querdenker mit lackglänzendem Holzbein, der sich neue Bedürfnisse für die Mächtigen ausdenkt, um sie damit auszubeuten.
Vollkommen synchron sind die Kreisbewegungen ihres Rumpfs. Doch die Gemeinsamkeit auf dem Schoner «No money no funny» trägt nicht weit. Erst kommt es zu einer schweren Prügelei über die Frage, ob das erbeutete Geld wie immer ganz für «Rum und Weiber» ausgegeben oder ob ein Teil an der Börse angelegt werden soll – und damit der piratische Ehrenkodex, Gewinn nur unter Einsatz des eigenen Lebens zu erwirtschaften, auf den Prüfstand kommt. Dann spaltet sich die Mannschaft bei dem ...
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Aus Kindern werden Leute. Aber verändern sich deswegen ihre Verhaltensweisen? Ioana Mona Popovici, rumänische Choreografin in Prag, erforscht in ihrer ersten Arbeit für die tschechische Tanzgruppe Nanohach zunächst spielend soziale Mechanismen unter jungen Menschen, um sie – nach einem Moment der Besinnung – mit den ganz und gar nicht so harmlosen «Spielchen»...
Brüssel ist mysteriös. Man mag als Fremder am Zentralbahnhof ankommen, über den Grand’ Place flanieren und irgendwo das winzige Manneken Pis finden – oder sich gleich bis zur Börse durchschlagen und weiter ans Kaaitheater gelangen. Der Spaziergang dauert knapp eine halbe Stunde. Aber ist das wirklich Brüssel? Man kann mit der Tanzszene rund um die Beursschouwburg...
Was Ann Liv Young in der Rolle des Schneewittchens zu Beginn von «Snow White» postuliert, ist eigentlich selbstverständlich: «Ihr könnt uns durch das Stück folgen, müsst es aber nicht.» Hätte sie es nicht ausgesprochen, man würde diesen New Yorker Furien tatsächlich raten, die Vertragsbedingungen mit dem Zuschauer zu rekapitulieren.
«What’s love got to do with it?»...
