Elevenprogramm
Von allen Staatsballetten ist das in Gera/Altenburg das kleinste. Wenn man größere Sprünge plant, muss man sich deshalb etwas einfallen lassen. Und Silvana Schröder ist etwas eingefallen: Das Thüringer Staatsballett selbst wird zwar nicht aufgestockt, aber künftig können zusätzlich zwölf Tänzer und Tänzerinnen eine Aufführung wie die «Giselle» (geplante Premiere am 10. November im Theater Erfurt) noch größer erscheinen lassen.
Möglich wird das durch ein Elevenprogramm, das die Staatskanzlei mindestens bis 2024 mit 250 000 -Euro jährlich finanziert und das als eine Art Praktikum verstanden werden kann. Für Absolventen der Staatlichen Ballettschule Berlin, der Palucca-Hochschule Dresden und der Tanz Akademie Zürich kann es Teil der Ausbildung sein. Andere Tänzer, etwa aus Brasilien oder China, haben die Möglichkeit, erste Bühnenerfahrungen zu sammeln. Vitalij Petrov wird als Trainingsleiter die Junioren betreuen, die gemeinsam mit Hudson Oliveira für den 3. Februar als Eigenproduktion das Ballett «Festhalten!» vorbereiten.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Oktober 2018
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Hartmut Regitz
Chemnitz in Sachsen. «Chemnitz – Stadt der Moderne». Ein Slogan, mit dem seit Jahren geworben wird. Wer die Chemnitzer Museen, etwa das Museum Gunzenhauser mit der größten Sammlung von Werken des Malers Otto Dix oder die Städtischen Kunstsammlungen kennt, der weiß, dass dies nicht übertrieben ist. Gerade bewirbt -sich Chemnitz um den Titel «Kulturhauptstadt Europas...
Herzliches Beileid flötet die Nachbarin, kaum ist der Sitzplatz in der Orangerie von Schloss Sanssouci gefunden. Noch ehe ich der Kondolenz auf den Grund gehen kann, weist ihre Hand auf die Reihe vor uns. Da, genau in der Sichtachse, sitzt eine schwarzhaarige Dame mit – ungelogen! – mindestens 60 Zentimeter hoher Turmfrisur. Sehr unwahrscheinlich, dass ich...
Jeden Raum, den der Mensch in seiner Geschichte betreten hat, den hat er auch verändert, nicht selten zerstört, mindestens aber zivilisiert. Er hat den Boden aufgerissen, durchwühlt, kilometertief untertunnelt, die Schätze daraus geborgen. Und als es nichts mehr zu holen gab, ist er weitergezogen. So jedenfalls im Ruhrgebiet, wo seit dem Ende der Kohleförderung die...
