Tanztage – Tanznächte
Das muss den Veranstaltern erst mal einer nachmachen: ein Berlin-Marathon als Tanz-Parcours in 23 Stücken! So was summiert sich, haben findige Köpfe errechnet, auf eine Aufführungszeit von sechs Stunden. Weil das für einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde noch nicht reicht, verlängert sich die dritte Tanznacht bis zum Morgengrauen noch durch ein halbes Dutzend Reden. Claudia Feest, Initiatorin des ausgebuchten Abends, eröffnet den Reigen und erinnert an Meg Stuart, Sasha Waltz, Vladimir Malakhov, die Berlin zu einer Großstadt des Tanzes erheben sollen.
Eva-Maria Hoerster weitet die Nacht der Nächte zur konzertierten Aktion, an der sich immerhin sieben Bühnen beteiligt haben. Kultursenator Thomas Flierl verweist in aller Bescheidenheit darauf, dass der Hauptstadtkulturfonds auf seine Anregung hin für den Tanz eine Million Euro Fördergelder bewilligt hat und stellt einen «abgestimmten Aktionsplan für die Förderung des zeitgenössischen Tanzes» in Aussicht, was auch immer das heißen mag. Ko-Kuratorin Bettina Masuch übersetzt, Adrienne Goehler vom Hauptstadtkulturfonds grüßt, und Hausherrin Nele Hertling wird in der Akademie der Künste wie gewohnt grundsätzlich und ...
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Hundert Filme aus 100 Jahren deutscher Tanzgeschichte hat das Goethe-Institut Singapur für den dortigen National Library Board bestellt. Bibliotheken, so ist man im fortschrittsverrückten Asien überzeugt, sind keine Papiersammler, sondern Hüter des multimedialen Gedächtnisses. Neben bekanntem historischem Filmmaterial produziert das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen...
A-B-A-B. Harmonie-Disharmonie-Harmonie-Disharmonie. Gleichgewicht/ Ungleichgewicht, usw. ... Keine Frage, das Weihnachtsprogramm an der Opéra national de Paris war kunstvoll gestrickt. Und im prunkvollen Foyer glänzte eine Tanne, geschmückt mit roten und goldenen Tanzschuhen. Vier Stücke statt der üblichen drei, davon zweimal Trisha Brown, und weder ein Balanchine...
Besonders pfiffige Zuschauer brachten ihre Wachsstöpsel mit. Sie hatten in der Presse von «ohrenbetäubendem Gitarrengewitter» gelesen. Die ersten flohen aus dem Toboggan nach fünfzehn Minuten. Dabei war es gar nicht so schlimm. Drei E-Gitarren lagen friedlich vorn am Bühnenrand, was bei Maguy Marin keine Überraschung ist. Von rechts nach links lief ein weißer...
