Tadashi Endo
Tadashi Endo, 1947 in Peking geboren, ist Butoh-Tänzer, Choreograf, Leiter des Butoh Centrum MAMU und des Butoh-Festivals MAMU Butoh & Jazz in Göttingen. Nach seinem Regie-Studium am Max-Reinhardt-Seminar in Wien entwickelte er nach einer Begegnung mit Kazuo Ohno seine spezifische Art des Butoh, die er auch als Pädagoge weiter vermittelt. Zu seinen bekannten Soli zählen «MA», «Tasogare», «Quai Dan», «One Nine Four Seven», «Kara da Kara», «Synapsis» und die Choreografien «Migration» und «Shi Zen», letztere für die Cie. Lume, São Paulo.
Was unterrichten Sie? Butoh, allerdings eine eigene Form: Butoh-MA. MA bedeutet «Leere» oder «der Raum zwischen den Dingen». In meinen Workshops lege ich großen Wert auf intensives und hartes warming-up, Improvisationen oder choreografische Arbeit; genauso wichtig ist die Vermittlung der Philosophie des Butoh und das Leben als «Butohist» wie Tatsumi Hijikata und Kazuo Ohno. Noch wichtiger ist der Versuch, die Tänzer nach ihrem eigenen Butoh suchen zu lassen. Wie Kazuo Ohno sagt: «Jeder kann Butoh tanzen» – zwar nicht den japanischen Butoh, sondern einen eigenen Tanz im Sinn des Butoh. Für eine erfolgreiche Suche ist die innere Leere besonders ...
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Jirí Kylián, you have been working on your film, “Car Men,” for quite some time? Well yes, it’s a funny story really; it actually started by simply playing with the name Carmen, dividing it into two words, car and men. So through the division I came to the idea of cars and men. I discovered through Czech television that the earliest recording of Bizet’s “Carmen”...
Louise Lecavalier, die wilde Blonde aus Montréal, tanzte früher horizontale Pirouetten bei La La La Human Steps. Heute steigt sie in ihr Stück «‹I› is Memory» wie in ein Auto. Öffnet die Türen in ein Alter Ego, den Trainingsanzug eines B-Boyz: Die Füße nach außen gekippt, grinst sie. Streckt die Zunge raus, schließt die Augen, genießt sich – ganz langsam. Die Zeit,...
Was ist der Unterschied zwischen modernem und zeitgenössischem Tanz?
Andreas Bernard, Berlin
Lieber Andreas Bernard,
George Balanchine behauptete, Tanz sei immer zeitgenössisch. Was meinte er damit? Der Tanz als darstellende Kunst ist immer an den lebendigen, an den im Hier und Heute lebenden Tänzer, d. h. tanzenden Menschen und an den lebendigen, an den im Hier und...
