Ausstellung, Screenings August/September 2017
Screening
La grande danza
Nicht das Übliche: Den Choreografen Philippe Kratz kennt, obwohl aus Schlebusch stammend, hierzulande kaum jemand. Auch Jirí Pokorny ist mehr oder weniger ein Newcomer. Am ehesten hat sich bei uns noch Giuseppe Spota als Schüler von Stephan Thoss in Mainz, Mannheim und Regensburg einen Namen machen können.
Umso lobenswerter scheint das Wagnis des Aterballetto, gleich drei so unberechenbare Größen in einem Programm zusammenzuspannen und das im Piccolo Teatro di Milano Ende Juni auch noch «La grande danza» zu nennen. Der Prager Pokorny, ein paar Jahre lang bei Kidd Pivot in Frankfurt unter Vertrag, stellt sich mit «Words and Space» der Herausforderung und wählte für sein Aterballetto-Debüt Stücke aus Barockopern. Während sich sein Kollege aus Deutschland in «Phoenix» mit dem Kreislauf des Lebens beschäftigt, fragt sich Giuseppe Spota in «Narcissus» (Foto), ob wir uns heutzutage der Selbstbespiegelung überhaupt noch entziehen können. Seine Antwort könnte spannend werden. Als Aufzeichnung zu sehen am 12. August, 22.05h, auf 3sat
Screening
Live-Kinoübertragungen aus dem Royal Opera House in London, www.roh.org.uk/cinema(tanz 3/14)
23. Okt., 20.15h: Das Royal ...
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Tanz August/September 2017
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 54
von Red.
Meistens tanzen sie hinter verschlossenen Türen, auf glatten Parkettböden: Tangotänzerinnen in eleganten Kleidern, Tangotänzer in feinen Hemden. Der Sommer öffnet ihnen andere Räume, in München oder anderswo. Melancholische Tangomusik schallt aus Lautsprechern über öffentliche Plätze. Die Kleidung ist leger. «Open Street Milongas» heißen die Tango-Stunden, die...
Es gibt sie überall in Deutschland: Tanzschul-Dynastien. In Köln sind es die TV-bekannten Breuers. In Stuttgart die Burger-Schäfers, deren Gründer noch in Schlemmers «Triadischem Ballett» mitwirkten. In Nürnberg ist Familie Krebs seit 1883 im Tanzschul-Geschäft. In Essen sitzen die Overraths, die vor einem Jahr sozusagen mit einem anderen Clan fusionierten: dank...
«Heavy lifting! Ja. Heavy lifting, moaaaah.» Ein kurzes Stöhnen grollt aus Meg Stuarts Kehle. Es ist der Sound des Mitfühlens, denn so klingt, was die Tänzer in diesem Augenblick tun: Sie drücken sich wieder und wieder vom Boden weg, springen, aber mit Körpern, die aussehen wie tropfnass-vollgesogene Säcke. Sinnloser Versuch, mit einer Bewegung die Materialität des...
