Prince George
Prince George heißt der vermutlich prominenteste Ballettschüler aller Zeiten. Vollumfänglich handelt es sich um «His Royal Highness Prince George Alexander Louis of Cambridge», Erstgeborener des britischen Thronfolgers Prince William und seiner Gemahlin Catherine, mithin Spross einer royalen Elite, die das Tanzen als staatstragendes Exerzitium und Amüsement seit ewigen Zeiten in Ehren hält. Schon die «Virgin Queen», Elisabeth I., regierte die einschlägigen Lustbarkeiten ihrer Earls und gab sich mit Vorliebe der frischfröhlichen Volta hin.
Seitdem hat das britische Königshaus noch in jeder Generation das eine oder andere tanzbegeisterte Familienmitglied hervorgebracht – zuletzt Prince Georges früh verstorbene Großmutter, deren Ballettleidenschaft sogar etliche Schlagzeilen produzierte. Die Princess of Wales, besser bekannt als Lady Di, hat nicht nur als Teenie in Spitzenschuhen posiert. Vielmehr beehrte sie später regelmäßig Londons Royal Ballet und trat Weihnachten 1985 gar persönlich in Covent Garden auf – an der Seite des Solisten Wayne Sleep.
Was Wunder also, dass der 2013 geborene George gerne tanzt. Und zwar nicht, weil Mummy Kate und Daddy Will es so möchten – sondern weil ...
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Tanz Oktober 2019
Rubrik: Warm-up, Seite 1
von Dorion Weickmann
Diese Bilder, sie bleiben einem für immer im Kopf: Der Alte mit der Pickelhaube, der zu Mahlers «O Mensch» mit der Kreissäge Babypuppen zersägt; das brennende Herrensakko im Schrank und bald darauf der Kopf einer jungen Frau in der Gasbackröhre; die Blutpumpe an blendendweißen Wänden, dann das blutige Gekröse, das ein Priester in vollem Ornat aus schwappenden...
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