Der strahlende Optimist

Er ist einer der gefragtesten zeitgenössischen Tänzer. Choreografen von Boris Charmatz bis Meg Stuart engagieren Frank Willens. Wer ist dieser wundersame Kalifornier und Wahlberliner?

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Wie erwischt man Frank Willens? Wie bekommt man einen Termin mit einem Tänzer, der gerade auf dem Sprung nach Gran Canaria ist, um als Roboter verkleidet mit dem Videokünstler Bjørn Melhus durch dessen Kurzfilm «Sugar» zu tanzen? Eine Chance wäre am Sonntag, wenn er zwei Vorstellungen von Susanne Kennedys «The Coming -Society» an der Volksbühne in Berlin gibt. Dann geht’s aber gleich weiter, zusammen mit dem Künstler Tino Sehgal im Zug durch halb Europa, von Berlin ins nordspanische Santiago de Compostela.

Denn Sehgal lässt sich stets zusichern, dass niemand in seinem Team das Flugzeug nimmt. Von dort fährt Frank Willens nach Paris: fünf Vorstellungen im Odéon von Elfriede Jelineks «Am Königsweg» in der Regie von Falk Richter. Danach ist er im Mercat de les Flors in Barcelona, ein Gastspiel der «10 000 gestes» von Boris Charmatz. Am 28. März wird bereits die Premiere seines eigenen Stücks am Berliner Dock 11 stattfinden. «Radiant Optimism» heißt es, für das er soeben eine Audition mit neunzig Tänzern in Wien hinter sich gebracht hat. Von dort kommt er und hat heute abend ein Treffen mit den Lehrern seiner beiden Kinder. Ich soll doch einfach dazukommen. Anders geht es gerade ...

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Tanz März 2019
Rubrik: Menschen, Seite 20
von Arnd Wesemann

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